CLOPPENBURG - 273 Färsen haben die Züchter aus dem Gebiet der Weser-Ems-Union (WEU) jetzt bei der jüngsten Versteigerung in Cloppenburg abgesetzt. Der Durchschnittspreis pendelte sich mit 1656 Euro auf einem stabilen, hohen Niveau ein.
Erneut wurden 45 Färsen zu einem Preis von 2000 Euro und mehr zugeschlagen. Zudem erzielten 36 Jungrinder im Schnitt knapp 1000 Euro, acht Kuhkälber kosteten im Mittel 610 Euro, 17 Deckbullen erbrachten durchschnittlich 1338 Euro und sechs Mastkälber 373 Euro.
Die Nachfrage für melkende Färsen – so die WEU – ist enorm. Obwohl rund 100 abgekalbte Färsen mehr als bei der Vorauktion angeboten wurden, zeigt die hohe Zahl an Spitzenpreisen, dass viele qualitativ hochwertige Färsen zum Verkauf kamen. Zum Tageshöchstpreis von 2900 Euro schlug Auktionator Dieter Brockhoff eine junge Talent-Tochter der Schulte GbR (Winkum) zu. Die exterieurstarke Färse wird künftig bei der Milchproduktion Wildenborn in Sachsen-Anhalt gemolken. Ein holländischer Kunde sicherte sich die mit 2750 Euro zweitteuerste Färse. Dabei handelte es sich um eine rotbunte Jordan-Red-Tochter von Hans Perk (Spahnharrenstätte), die er aus der schauerfahrenen vielfachen Bullenmutter Lerry VG 89 (v. Stoll) gezogen hat. Eine Novize-Tochter sowie eine weitere Talent-Tochter sicherten sich den dritthöchsten Preis von 2700 Euro. Züchter der Tiere waren Egon Strudthoff aus Ohe und Mechthild Heil aus Fladderlohausen. Die beiden Färsen werden künftig in Sachsen-Anhalt bzw. im südlichen
WEU-Gebiet zu Hause sein.
Bei den Jungtieren war als Highlight die Jungrinder-Kollektion aus der Bestandsaufgabe von Alfons Siemer, Kellerhöhe, im Angebot. Er stellte 36 Tiere vom tragenden Rind bis zum halbjährigen Jungtier zum Verkauf und erzielte fast 1000 Euro im Schnitt. Die großrahmige und schaufertige September-Tochter Nancy war einem Züchter aus dem Saterland 2000 Euro wert. 1450 Euro kostete eine tiefe Starleader-Tochter, die nun im Südoldenburger Gebiet steht. Das teuerste Kalb stellte Dieter Geerken (Ohe), der seinen Betrieb aufgibt. Der Zuschlag für seine Laudan-Tochter fiel bei 900 Euro.
Der Bullenmarkt gestaltete sich erfreulich gut. Das knappere und in der Qualität stärkere Angebot ließ sich für durchschnittlich 1338 Euro absetzen. Hier durfte sich Heinrich Weinberg (Neerlage) über den Tageshöchstpreis von 2050 Euro freuen, den er für einen gut entwickelten Jannsen-Sohn aus seinem hochproduktiven und exterieurstarken E-Stamm erhielt. 2000 Euro war einem weiteren Kunden der rotbunte Faber-Sohn aus einer eiweißstarken Kuhfamilie der Schulte GbR aus Winkum wert.
