CLOPPENBURG - So viele abgekalbte Färsen hat es lange nicht mehr gegeben. Aus einem Angebot von mehr als 420 Exemplaren haben jetzt die Kunden der Cloppenburger WEU-Zuchtviehauktion ausgewählt.
Dies nutzten nicht nur die Einheimischen, sondern auch Käufer aus den Niederlanden, Spanien und Italien waren vor Ort. Nach acht Stunden hatte Auktionator Dieter Brockhoff es geschafft: Insgesamt 450 Tiere waren erfolgreich versteigert worden.
Der Durchschnittspreis für die Färsen verpasste mit 1494 Euro nur knapp die 1500 EurMarke. Zudem erzielten 17 Deckbullen im Schnitt 1324 Euro, fünf Kühe erlösten je 1510 Euro.
Zahlreiche Käufer tummelten sich beim Auktionsbeginn um 10 Uhr rund um den Verkaufsring. Für sehr gute Qualitäten waren sie bereit auch hohe Preise zu zahlen.
Jedoch kamen die Gebote schon bei kleineren Mängeln sehr zurückhaltend. Im guten Durchschnittspreis von knapp 1500 Euro pro Färse zeigt sich aber, dass die Qualität der Tiere insgesamt sehr gut war.
Ganz besonders stach eine erstklassige Färse heraus: Eine extrem korrekte, aus dem hervorragenden E-Stamm von Heinrich Weinberg aus Neerlage gezogene Ramos-Tochter war mit 4900 das mit Abstand teuerste Tier des Tages. Das Bieterduell entschied ein Südoldenburger Zuchtbetrieb für sich.
Das zweithöchste Gebot des Tages lag bei 2800 Euro, welches von gleich zwei Färsen erreicht wurde. Als erste wurde eine leistungsstarke Champion-Tochter von Gerrit Haandrikman aus Emlichheim zu diesem Preis in die Niederlande zugeschlagen.
Kurz danach wurde eine exterieurstarke Tochter des WEU-Testbullen Roncadin mit diesem Zuschlagspreis in die Liste eingetragen. Sie wurde von Heinrich Wilhelm Cording aus Bissel an einen italienischen Kunden abgegeben.
Der Markt der Deckbullen verlief erneut recht flott, zwei Drittel der Tiere fand einen neuen Besitzer. Mit 1850 Euro war in dieser Kategorie ein Shottle-Sohn von Kora, der amtierenden Europasiegerin und Grand Champion des WEU-Konvents 2008, vom Zuchtbetrieb Batke aus Visbek der teuerste Bulle. Für 1700 Euro wurde ein Emil II-Sohn von der beliebten Bullenmutter Salve (v. Stormatic) von Lars Nordbruch aus Moordeich zugeschlagen.
Bei dem teuersten Kuhkalb handelte es sich um eine schicke Tochter des WEU-Testbullen Sottrum. Dieser wurde für 570 Euro von Hildegard Kröger aus Hemmelte verkauft.
Mehr Infos gibtes unter www.weu.de
