CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Das Unternehmen „Autopark Brau“ aus Oldenburg schließt seinen Ford-Standort in Cloppenburg. Wie Eigentümer und Geschäftsführer Sven Jessen (36) gegenüber der NWZ bestätigte, wird der Betrieb an der Daimlerstraße Ende des Jahres eingestellt. Als Grund nannte er „nachhaltig schlechter werdende Umsätze beim Autoverkauf und im Service“.

15 Mitarbeiter beschäftigt Brau bei Ford in Cloppenburg. Bislang hätten drei Angestellte die Kündigung erhalten, so Jessen. „Ich kenne nur zwei Personen, die noch keinen neuen Arbeitsplatz haben.“ 13 Beschäftigte hätten entweder in anderen Firmen Anstellungen gefunden oder würden bei Mazda Brau in Cloppenburg weiterarbeiten. Dieser Betrieb laufe laut Jesse gut und solle expandieren.

Insgesamt beschäftigt Autopark Brau 380 Mitarbeiter an zwölf Standorten mit sieben Marken. Im Vorjahr verkaufte das Unternehmen 5500 neue Autos und 3200 Gebrauchtfahrzeuge. Brau gilt als Deutschlands größter Landrover-Händler. Den weitaus größten Anteil macht aber Ford aus, hinzu kommen Jaguar, Volvo, Mazda, Kia sowie Honda-Motorräder.

Die Ford-Kunden in Cloppenburg können nach Darstellung von Jessen ihre Autos ab 2006 in den beiden anderen Ford-Fachwerkstätten von Autopark Brau in Westerstede oder Bad Zwischenahn warten lassen. Aber auch Mazda Brau repariere jedes Auto.

Trotz seiner Entscheidung, den Ford-Betrieb in Cloppenburg aus „existenziellen Gründen für das Gesamtunternehmen“ einzustellen, glaubt Jessen nicht an ein Ende von Ford in der Kreisstadt. „Ich bin überzeugt davon, dass Ford einen neuen Händler in Cloppenburg ansiedelt.“


Erst seit 2003 trägt das Ford-Unternehmen in Cloppenburg den Namen Brau. 32 Jahre lang hieß der Betrieb Autohaus Eggers. Seit 1996 arbeiteten die Firmen zusammen. Familiäre Bande gab es sowieso; denn Heinrich Brau, der 1920 das Oldenburger Autohaus Brau gründete, war Detlef Eggers’ Opa. 1968 wurde in Cloppenburg die Ford-Vertragswerkstatt von Harry Lemke gekauft, deren Leitung Eggers übernahm und ab 1971 seinen Namen trug.