CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB - Zwei Mustergräber unterhält die Friedhofsgärtnerei Bernhard Hermes aus Cloppenburg im Gräberhain des Zwischenahner „Parks der Gärten“. Die von der Firma Hermes gestaltete Doppelgrabstelle haben die Besucher im vergangenen Jahr mit weitem Abstand sowohl im Sommer als auch im Herbst zur schönsten Grabstelle gewählt.
In der Jahrestagung der nordwestdeutschen Friedhofsgärtner in Dötlingen Ende vergangener Woche zeichnete Henning Sannemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Nordwestdeutschen Treuhandstelle für Dauergrabpflege, Susanne Hermes aus Cloppenburg für die hervorragenden Leistungen der Gärtnerei aus.
Die preisgekrönte Doppelgrabstelle besteht aus Spindelstrauch und Zwergmispel als bodendeckende Bepflanzung. Als Rahmenbepflanzung dienen eine Muschelzypresse und Lavendelheide. Im Sommer wurden als jahreszeitliche Wechselbepflanzung weiße Alyssum und gelbe Tagetes sowie rote und weiße Eisbegonien in einem sternförmigen Beet gepflanzt. Im Herbst bestand die Wechselbepflanzung aus Stacheldrahtblumen (Calocephalus) und roten und weißen Mini-Alpenveilchen.
Der Gräberhain stellt die in Norddeutschland auf Friedhöfen üblichen Gegebenheiten möglichst realistisch dar. Besucher haben nach Bekunden der Gesellschaft im Gräberhain die Möglichkeit, sich über die Vielfalt der Gestaltung zu informieren und mehr über die Leistungsfähigkeit und Kreativität der Friedhofsgärtner und Steinmetze zu erfahren. Die Mustergrabanlage mit ihren 29 verschiedenen Grabbepflanzungen und Grabmalen zeige, dass ein Grab nicht nur letzte Ruhestätte sei, sondern auch Zeichen lebendiger Erinnerung und ein Ort des Zwiegesprächs mit Angehörigen und Freunden sein könne. Ziel der Mustergrabanlage sei zudem, die Friedhofskultur als Teil des öffentlichen Lebens herauszustellen.
