CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Das Busunternehmen Hanekamp in Cloppenburg mit seinen 70 Bussen und 100 Mitarbeitern hat gestern erneut das „Bus-Prädikat“ des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) bekommen. Das Gütesiegel bescheinigt dem Betrieb hohe Qualität und Sicherheit. Damit hat Hanekamp seine Standards nach der erstmaligen Vergabe des Prädikates im August 2004 durch den niedersächsischen Innenminister untermauert.
Gestern übergab GVN-Geschäftsführer Hajo Agena das Gütesiegel, das damit an den Bussen geführt werden darf, an Hanekamp-Geschäftsführer Heinz Janßen. 2004 hatten neben Hanekamp nur zwei weitere Unternehmen aus Hannover und Hildesheim die Auszeichnung erhalten, mittlerweile sind es 60 Busunternehmen in Niedersachsen.
Das Gütesiegel ist vor rund zwei Jahren nach einer Serie schwerer Busunglücke vom Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen in Zusammenarbeit mit Verkehrswacht und Innenministerium entwickelt worden. Die freiwillig teilnehmenden Busunternehmen verpflichten sich, mit diversen Maßnahmen die Sicherheit ihrer Busse und damit Fahrten erkennbar zu erhöhen, sich dadurch von anderen Unternehmen positiv abzusetzen, aber auch von „schwarzen Schafen“ der Branche zu distanzieren. Die Maßnahmen werden unangekündigt kontrolliert.
Anforderungen sind beispielsweise die genaue Routenplanung zur Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten, Sicherheitstrainings für die Fahrer oder Rettungsschulungen für alle Mitarbeiter. Praktisches Beispiel einer Optimierung der Sicherheit: Während der Pausen dürfen die Busfahrer keine Getränke oder Würstchen mehr an Reisende verkaufen, „weil die Fahrer die Pausen zu ihrer eigenen Erholung nutzen sollen“, sagte Heinz Janßen.
