CLOPPENBURG - Einmal mehr machte der Auktionsplatz Cloppenburg seinem Namen als führende Drehscheibe für Milchrinder der Rasse Deutsche Holsteins jetzt alle Ehre. In Qualität und Stückzahl ist Cloppenburg derzeit nicht zu toppen. 247 verkaufte Färsen, kein nennenswerter Überstand und ein Durchschnittspreis von 1567 Euro €– das ist ein Ergebnis, das sowohl Käufer als auch Anbieter zufrieden stellt.

Der Milchpreis ist nicht nur in Deutschland unter Druck geraten. Auch in der Po-Ebene bröckelt der Preis für Milch und Parmesan. Unter diesen Vorzeichen war erwartbar, dass die Preiserwartungen zurückgenommen werden mussten. Mit 250 Euro fiel der Preisrückgang gegenüber der sehr teuren April-Auktion allerdings drastischer aus als erwartet.

Beim Angebot machten die Beschicker keine Abstriche. Der Spitzenpreis von 2000 Euro wurde viermal erreicht. Der Zuchtbetrieb Franz Meyer, Sierhausen, mit zwei Tieren sowie eine typvolle Formalist-Tochter von Egon Strudthoff und die rotbunte Ruacana-Tochter „Tatania“ von Antonius Bischoff, Friesoythe, bildeten die Preisspitze.

40 Prozent der Färsen wurden nach Italien verladen. Zudem zählten aufstockende einheimische sowie weitere nord- und westdeutsche Betriebe zu den Hauptkunden.

Die Deckbullenkollektion von zehn Tieren erzielte 1555 € im Schnitt. Ein interessant gezogener Snowman-Sohn der von Alfons Meyer, Emstek, angeboten wurde, erzielte mit 2000 Euro den Höchstpreis. Zuchtkälber wurden für durchschnittlich 500 Euro€, Mastkälber für 333 verkauft.