CLOPPENBURG - Um die fehlenden Fachkräfte im Metallgewerbe zeitnah zu bekommen, hat die Bundesagentur für Arbeit (Standort Cloppenburg) gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg ein Ausbildungspaket geschnürt. Derzeit fehlen in der Region Metaller, Elektriker und technische Ingenieure. „Die können wir sofort vermitteln“, sagte Thomas Petri, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Cloppenburg.
Um zeitnah dem Arbeitsmarkt ausgebildete Kräfte anzubieten, hat die Agentur zusammen mit der Kreishandwerkerschaft eine Möglichkeit geschaffen, dass sich Arbeitssuchende in einem sechsmonatige Kursus qualifizieren können. Derzeit nutzen 15 Teilnehmer den Lehrgang Metall. Hier lernen sie nicht nur den Werkstoff kennen, sondern gehen auch in die Betriebe. Dort lernen sie zum einen selbst das Arbeiten in einem Unternehmen, andererseits lernt der Unternehmer seinen potenziellen Mitarbeiter kennen. Durch die offene Konzeption würden hier ständig Plätze frei, so dass sich eine Bewerbung für den Kursus jederzeit lohne, hieß es.
Die Umschulung zum Metallbauer dauere zwei Jahre. Auch hier befinden sich derzeit 13 Umschüler, die am 13. August in der Kreishandwerkerschaft begannen. Auch sie werden den Betriebsalltag im Praktikum kennen lernen. Und im Gegenzug können sich die Meister im Betrieb von den Leistungen der Umschüler überzeugen.
Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Georg Molitor, schätzt die Erfolgsaussichten der Lehrgangsteilnehmer ebenfalls als außerordentlich gut ein: „Gerade das Zusammenspiel von der Qualifikation unserer Ausbilder über die gute Ausstattung der Werkstätten bis zur Einbeziehung der heimischen Metallbaubetriebe über Praktikumsanteile gewährleistet eine große Praxisnähe und damit eine gute Verwertbarkeit des Erlernten für die Unternehmen in der Region.“
Petri ist überzeugt, dass jeder Euro, der in die Ausbildung gesteckt werde, gut angelegtes Kapital sei. Derzeit werden im Kreis Cloppenburg 200 Lehrlinge im Metallberuf ausgebildet. Die Ausbildung dauert drei Jahre.
