CLOPPENBURG - Für Agnes Witschen, Vorsitzende der Landfrauen Weser-Ems, spielt das Kochen in der Schule eine wichtige Rolle. Besonders die Kinder sollten frühzeitig lernen, Speisen herzurichten. In einigen Schulen werde das Angebot bereits wahrgenommen. Weiterhin machte die Bezirksvorsitzende beim Kreislandfrauentag am Mittwoch in der Stadthalle auf die zunehmende politische Rolle der Landfrauen aufmerksam. „Ohne die jungen Alten läuft bald nicht mehr viel“, ergänzte die Kreisvorsitzende Ursula Ahrens (Emstek). Damit ging sie auf die Altersstruktur in den Ortsverbänden ein. Eine Steigerung bei der Gruppe der über 60-Jährigen sei festzustellen.
Für Landrat Hans Eveslage sind die Landfrauenvereine unverzichtbar für das wirtschaftliche, soziale und gesellschaftspolitische Engagement. „Wie sich das Leben auf dem Lande gestaltet, daran haben die Landfrauen einen entscheidenden Anteil."
Auf die Bedeutung der häuslichen Arbeit und der Versorgung der älteren Familienangehörigen bis hin zur Pflege wies der Landrat hin. „Wenn sich Frauen trotz dieser großen Belastungen ehrenamtlich engagieren, verdient dies umso mehr unsere besondere Anerkennung.“
Für kurzweilige Unterhaltung sorgte der Vortrag von Kaplan Wolfgang Pille (Garrel), der sich mit dem Thema „Darüber lacht selbst der liebe Gott – Wie viel Spaß versteht die Religion?“ auseinander setzte. Anhand von Beispielen aus der Bibel erklärte er Zusammenhänge zwischen Humor und Religion.
Für ihren Gesangsauftritt erhielten „Die Stiefmütterchen“ einen besonderen Applaus. Dabei handelt es sich um eine Landfrauengruppe aus Laggenbeck.
Ein Höhepunkt waren unterdessen die Ehrungen. Für mindestens zehnjährige Tätigkeiten im Vorstand der 19 Landfrauenvereine im Kreis (knapp 3000 Mitglieder) wurden 15 Frauen mit der Ehrenmitgliedschaft im Landfrauenverband Weser-Ems ausgezeichnet. Jeweils einen Blumenstrauß, eine Urkunde und einen Teller bekamen: Anni Lanfermann (Garrel), Maria Hillen, Karin Meyer (beide Bevern), Anne Hatke (Bösel), Margret Suding, Elisabeth Beimforde (beide Cappeln), Mechtild Quatmann, Ursula Sommer (beide Warnstedt), Hannelore Griep-Raming (Essen), Monika Fleming (Garrel), Elisabeth Meemken (Gehlenberg), Brigitte Deeken (Lastrup), Anni Ostermann (Lindern), Inge Focken (Markhausen) und Maria Sadenfeld (Scharrel).
