Redmond - Die Talfahrt des PC-Marktes sorgt für weniger Umsatz und Gewinn bei Microsoft. Das Wachstum des Cloud-Geschäfts federte jedoch die Rückgänge deutlich ab. Im Smartphone-Markt fällt Microsoft hingegen immer weiter zurück.

Der Umsatz im Schlussquartal 2015 sank im Jahresvergleich um zehn Prozent auf rund 23,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel um knapp 15 Prozent auf rund fünf Milliarden Dollar. Die Quartalszahlen übertrafen dennoch die Erwartungen der Analysten. Der Aktienkurs zog an.

Bei der größten Microsoft-Sparte, in die das Geschäft mit dem Windows-Betriebssystem, Geräten und Spielen einfließt, sank der Umsatz um 4,6 Prozent auf 12,66 Milliarden Dollar. Hier wirkt sich die Talfahrt des PC-Marktes aus.

Im Geschäftsbereich „Produktivität“, der vor allem von den Office-Programmen getragen wird, sanken die Erlöse um 1,9 Prozent auf 6,69 Milliarden Dollar. Dabei habe das Wachstum bei der Abo-Version Office 365 Rückgänge im Geschäft mit Verkaufssoftware aufgefangen.

Bei Cloud-Lösungen – einem Fokus von Konzernchef Satya Nadella – legte der Mi­crosoft-Umsatz im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 6,34 Milliarden Dollar zu. Dabei stiegen die Erlöse mit der Plattform Azure, die Rechenleistung und andere Dienste aus Microsoft-Rechenzentren anbietet, um 124 Prozent.


Im Gerätegeschäft gab es Licht und Schatten. Die Umsätze mit dem Surface-Tablet wuchsen nach dem Start neuer Modelle um 22 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Dollar. Die Umsätze mit Handys (Nokia) halbierten sich dagegen auf gut eine Milliarde Dollar.

Im Spielegeschäft gab es ein Plus von fünf Prozent auf 3,65 Milliarden Dollar.