CONNEFORDE - „Windmonster“ werden sie schon mal von ihren Gegnern genannt – die Windräder des Windparks Conneforde. Der Park ist besonders bei einigen Anwohnern umstritten – vor allem jetzt. Denn die Oldenburger IFE Eriksen AG hat ihn nach elfjähriger Betriebsdauer von den Gesellschaftern erworben, um ein sogenanntes „Repowering“ durchzuführen, also die alten Windkraftanlagen gegen leistungsfähigere zu ersetzen.
Zwölf Millionen Euro will der Spezialist bei der Entwicklung von Projekten und Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien in den Windpark Conneforde investieren. Die neuen Windräder des Typs Enercon E-82 sollen dann rund 13 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Damit könnten 2900 Vier-Personen-Haushalte mit Energie versorgt werden. Die Gemeinde Wiefelstede hat diesem Vorhaben bereits zugestimmt, nun muss noch der Landkreis Ammerland darüber entscheiden.
Neue Modelle größer
Doch einige Anwohner befürchten eine Gefahr für Flora und Fauna, Lärmbelästigung und einen unästhetischen Ausblick. Denn im Gegensatz zu den bestehenden 80 Meter hohen Windrädern, sollen die neuen 150 Meter bis zur Flügelspitze messen.
„Klimaschutz hat aber auch etwas mit der Effizienz des Standortes zu tun“, sagt Jörg Weden, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wiefelstede. „Wenn das Unternehmen sagt, dass die alte Anlage nicht rentabel arbeitet, muss etwas verändert werden.“
Gemeinde profitiert davon
Vor zwölf Jahren hatte die Gemeinde Wiefelstede eine Potenzial-Studie in Auftrag gegeben, die ergab, dass neben Flächen in Hollen und Herrenhausen der jetzige Standort in Conneforde für einen Windpark „bevorzugt geeignet“ sei.
„Damals war aber eine Höhenbeschränkung politisch gewollt“, erläutert Weden. Nun hat es sich zumindest die Gemeinde Wiefelstede offenbar anders überlegt. Dadurch könnte die Gemeinde mit höheren Gewerbesteuereinnahmen von dem „Repowering“ profitieren.
