Hannover - Der Autozulieferer Continental (Hannover) hat trotz Russland-Krise und einer durchwachsenen Wirtschaftsentwicklung in Europa seine Geschäfte ausgebaut. Der Umsatz im vergangenen Jahr verbesserte sich von 33,3 Milliarden auf 34,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag in Hannover mitteilte.
„Alles in allem haben wir im zurückliegenden Jahr unseren Erfolgsweg trotz der Wachstumsschwäche in Europa, Russland und Südamerika konsequent fortgesetzt“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart. Die gesamte Autoindustrie leidet unter der geringeren Nachfrage auf dem bisherigen Boommarkt Russland.
Für Conti soll der Aufwärtstrend auch 2015 anhalten: Der Konzernchef rechnet mit einer leicht steigenden weltweiten Auto-Produktion und kalkuliert auf dieser Basis für den Konzern mit einem Umsatzzuwachs von fünf Prozent auf mehr als 36 Milliarden Euro.
Die Aktie verlor zum Handelsauftakt in Frankfurt jedoch ein halbes Prozent, drehte aber schnell ins Plus. Degenhart verwies auf das „volatile Marktgeschehen“ und erklärte, Währungseinflüsse hätten den Umsatz um rund eine halbe Milliarde Euro geschmälert. Einzelheiten zum Geschäftsverlauf und die kompletten Zahlen wird Conti allerdings erst am 5. März auf seiner Bilanzpressekonferenz vorlegen.
Am Montag beschränkte sich der Konzern auf einen groben Überblick: So stieg das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (Ebit) von 3,7 Milliarden auf mehr als 3,8 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge lag bei elf Prozent und damit in etwa auf der Höhe des Vorjahres.
Der Dax-Konzern profitiert von der weltweit steigenden Fahrzeugproduktion und der höherwertigen Technik, die in Neuwagen verbaut wird. Einen Dämpfer mussten die Niedersachsen allerdings beim Geschäft mit der Elektromobilität verkraften, welches sich schlechter entwickelte als gedacht. Continental baut unter anderem Antriebsstränge für Elektroautos.
Für Entlastung sorgte indes der günstige Preis für Naturkautschuk, aus dem Autoreifen hergestellt werden.
