DALSPER - Am 28. September 1911 starb der Landwirt Johann Grube und hinterließ der Nachwelt eine wohltätige Stiftung, die seit hundert Jahren das evangelische Krankenhaus in Oldenburg und andere Institutionen unterstützt.
100 Jahre nach dem Tod des Dalsper Landwirtes – auf den Tag genau – kamen am Mittwoch die früheren und heutigen Pächter des Hofes, Vertreter der Bezirksverbandes Oldenburg und Bürgermeister Diedrich Möhring in Dalsper zusammen, um an den Jahrestag der Stiftungsgründung zu erinnern.
1835 wurde das Reetdach-Haus samt Ställen vermutlich von den Eltern von den Eltern des Stiftungsgründers Johann Grube gebaut. Die Namen der Erbauer, „Albert und Katrina Grube“, sind noch in einen Balken des Gebäudes eingraviert, wie der jetzige Besitzer des Hofes, Reiner Logemann, bei einem kleinen Empfang am Mittwochnachmittag berichtete.
1992 hatte Reiner Logemann mit seiner Frau Heike den Hof übernommen, wohl wissend, dass er einer Stiftung gehört. Er zahlte Pacht an die Stiftung, die Johann Grube in seinem Testament kurz vor seinem Tod nannte.
Auch die Vorgänger von der Familie Logemann waren am Mittwoch gekommen. Bis 1992 wurde der Hof von Günther und Tehda Danielzik betrieben, sie hatten den Hof 1966 übernommen und führten ihn 26 Jahre. Sie konnten sich auch noch an den direkten Nachfolger von Grube, Friedrich Dwehus erinnern. Er hatte den Hof 1911 übernommen und lebte dort noch bis Anfang der 80er-Jahre.
Das Vermögen der Stiftung des Landwirtes Grube beläuft sich heute auf stolze 300 000 Euro, davon sind allein 190 000 Euro Barvermögen, berichtet Joachim Gruben vom Bezirksverband. Der Bezirksverband verwaltet die Stiftung, wie viele weitere im Oldenburger Land.
