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Reifenwechsel Faustregel ist auf dem Prüfstand

Tobias Göttler

Dalsper - Kraftfahrzeugwerkstätten sind Freund und Helfer, wenn mal wieder das Auto streikt und repariert werden muss. Oder wenn eine routinemäßige Inspektion ansteht. Zweimal im Jahr herrscht in diesen Werkstätten aber eine ganz besondere Atmosphäre. Überwiegt ansonsten eher der Geruch von Öl in der Luft der großen Garagen, ist dann der Geruch von Gummi ganz weit vorne. Der Grund ist simpel und plausibel zugleich: Es ist wieder Reifenwechsel-Zeit.

Winter immer später

„Von O bis O“ – die Faustregel ist hinlänglich bekannt: die Sommerreifen von Ostern bis Oktober, die Winterreifen von Oktober bis Ostern. „Wer sich daran orientiert, macht nichts verkehrt“, erklärt Andy Abeler. Der Inhaber des Landtechnik-Betriebes aus Dalsper weist aber im gleichen Atemzug darauf hin, dass sich die Situation in den letzten Jahren verändert hat. „Die Jahreszeiten haben sich etwas verschoben. Die kalte Witterung beginnt deutlich später, dafür hält sie aber auch länger an“, sagt Abeler. Daher müsse die Faustregel eigentlich umbenannt werden. „Von O bis O ist überholt. Von N bis M, von November bis Mai, wäre heute angemessen“, lacht der 37-jährige Unternehmer.

Den richtigen Zeitpunkt für den Reifenwechsel müsse jeder Autofahrer selbst herausfinden, meint Andy Abeler, er könne allenfalls Empfehlungen aussprechen. „Wenn das Thermometer sechs Grad aufzeigt, sind Winterreifen schon sinnvoll“, sagt Abeler. Winterreifen seien weicher und würden dadurch eine bessere Bodenhaftung garantieren.

Sicherheitsgefühl wichtig

Auch Ganzjahresreifen seien eine Alternative, meint Andy Abeler. „Diese Allwetterreifen stellen eine Mischung aus Sicherheit und Komfort dar“, erklärt der 37-Jährige. Sie seien nicht so weich wie Winterreifen, aber auch nicht so hart wie Sommerreifen. „Im Winter ist dadurch die Bodenhaftung geringer und im Sommer der Verschleiß höher“, erklärt Abeler. Jede Autofahrerin und jeder Autofahrer müsse dabei die eigene Situation hinterfragen. Wichtig sei das persönliche Sicherheitsgefühl.

„Es ist schon ein Unterschied, ob die tägliche Strecke zur Arbeit 20 oder 50 Kilometer beträgt“, sagt Abeler, „und auch das Profil der Straße sollte berücksichtigt werden.“ Bei Strecken, die nicht regelmäßig gestreut würden, seien Winterreifen zwingend erforderlich, mahnt der Unternehmer.


Kfz-Werkstatt seit 2015

Andy Abeler leitet den Betrieb seit mittlerweile elf Jahren. Georg Abeler, sein Großvater, war 1967 als Lohnunternehmer gestartet. In den 70er-Jahren hatte Vater Arno Abeler das Zepter übernommen und die Landtechnik vorangebracht. Im November 2015 ist die Kfz-Werkstatt noch dazugekommen. „An meiner Seite arbeiten der Meister Ronald Degen und die Gesellen Olaf von Seggern und Jan Jochims“, erklärt Andy Abeler, der zusammen mit Lebensgefährtin Ines Kuhlmann und Sohn Alois (7) auf dem Betriebsgelände lebt.

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