Hude - Vier Hauptvarianten mit mehreren Untervarianten für die Ableitung des Oberflächenwassers aus der Huder Ortsmitte – und dazu die entsprechenden Kostenschätzungen: Mehr wollte Ingenieur Hans-Rudolph Werner vom Büro Ingwa den Mitgliedern des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt nicht zumuten. „Ich glaube, dann ist irgendwann die Verwirrung endgültig“, sagte Werner.
Der Planer hatte auf Wunsch der Politik immer wieder neue Varianten überprüft, wie das Oberflächenwasser aus der Ortsmitte am besten von der Parkstraße über die Königstraße zur Maibuscher Bäke abgeleitet werden kann.
Alle Vorschläge sind dabei teurer als die Ursprungsvariante, die vorsieht, ein Regenrückhaltebecken im Bereich des Bebauungsplanes Nummer 90 zu bauen. Auch wenn dafür zwei Baugrundstücke, die man sonst hätte verkaufen können, geopfert werden müssen, wie Bürgermeister Holger Lebedinzew betonte. Auch Ingenieur Werner sieht dies als nach wie vor beste Lösung an, wie er auf Nachfrage aus der Ausschussrunde betonte. Diese Variante sei Stand der Technik. Auf Nachfrage von Horst Linnemann (CDU) erklärte der Planer, dass damit auch das Problem mit Überschwemmungen in der Ortsmitte bei Starkregen zu lösen sei.
Bei 11 Ja-Stimmen und einer Enthaltung hat der Fachausschuss die Empfehlung auf den Weg gebracht, die Planung der Oberflächenentwässerung der Ortsmitte über die Parkstraße und Königstraße mit einem Regenrückhaltebecken im Bereich des Bebauungsplanes Nummer 90 „Königstraße/Hermannstraße“ zu beschließen.
Um die 800 000 Euro wird die Gesamtmaßnahme (inkl. neuer Kanal in der Parkstraße) nach Schätzungen kosten. Diese Ausgaben sollen sich über mehrere Jahre verteilen.
