DAMME - Die Region nimmt eine herausragende Stellung ein. Man solle sie nicht auseinander reißen.

Von Jörg Schürmeyer

DAMME - Die Ernährungswirtschaft gehört zu den bedeutendsten Branchen im Nordwesten, und es müsse alles dafür getan werden, diese herausragende Stellung auch künftig zu festigen. In dieser Einschätzung waren sich die Referenten beim zweiten Diskussionsforum zur Metropolregion Bremen/Oldenburg der regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK) einig. Bei der Veranstaltung in Damme (Kreis Vechta) gab es zugleich aber auch Kritik an Zuschnitt und Konzept der Metropolregion und der Regionalen Innovationsstrategie Weser-Ems (RIS).

Prof. Dr. Hans Wilhelm Windhorst vom Niedersächsischen Kompetenzzentrum (NieKE) in Vechta betonte die herausragende Stellung, die der Raum Weser-Ems beim Ernährungsgewerbe einnehme. 18 Prozent aller deutschen Schweine und 35 Prozent aller Hühner kämen aus der Region. Die räumliche Dichte der Betriebe mache den Korridor entlang der A 1 zwischen Osnabrück und Wildeshausen weltweit zu einem „Silicon Valley“ der Ernährungswirtschaft. Er äußerte aber Bedenken, dass etwa die Anhäufung („Cluster“) von Veredelungsbetrieben sich nur zum Teil mit der Metropolregion räumlich decke: „Diese gewachsenen Strukturen sollte man nicht zerschneiden.“

Dr. Peter W. Dill von der Bremerhavener Fischereimanufaktur „Deutsche See“ schlug in eine ähnliche Kerbe: „Wir müssen die Cluster für unsere Branchen definieren, und die decken sich nicht mit der Metropolregion.“ Der Dammer Landmaschinenhersteller Franz Grimme plädierte für eine räumliche Ausdehnung des Kooperationsraums Richtung Osnabrück.