DAMME - Die Böseler siegten in der Alterstufe I. Sie reisen im Oktober zum Bundeswettkampf nach Bad Münstereifel.

von ilona uphaus

Rund um die Jugendherberge in Damme ging es am Wochenende zu wie in einem Ameisenhaufen. Dort maßen sich 140 Kinder und Jugendliche beim Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes (JRK). „Ideal für die verschiedenen Aufgaben“ fand Sarah Kemlein, JRK-Referentin im DRK Landesverband Oldenburg, das hügelige Gelände im Wald. Sie und die stellvertretende Landesleiterin, Petra Oltmann, sowie 30 Schiedsrichter und Betreuer hatten alle Hände voll zu tun. 15 Mannschaften aus sieben Kreisverbänden demonstrierten an acht Stationen ihr Können und Wissen. In den Altersstufen I (6-12 Jahre) und II (13-16 Jahre) warteten unterschiedliche Aufgaben auf die Gruppen der Kreisverbände Cloppenburg, Oldenburg, Wesermarsch, Jeverland, Ammerland, Wilhelmshaven und Vechta. Dem Motto des Wettbewerbes „Grimms Märchen“ folgend, stand am Freitagabend für jede Gruppe eine dreiminütige Aufführung eines zugelosten Märchens auf dem Programm. „Die meisten sind danach früh zu Bett gegangen, um für

den Wettbewerb am Sonnabend fit zu sein," berichtete Kemlein.

Die Aufgaben hatten es in sich. Perfekt geschminkten „Verletzten“ musste unter den kritischen Augen der Schiedsrichter einzeln und als Gruppe erste Hilfe geleistet werden. Wer Punkte sammeln wollte, musste auch Henri Dunant kennen, der 1863 die Gründung des Roten Kreuzes anregte und 1901 den Friedensnobelpreis bekam. Körperbeherrschung war beim Parcours mit dem Tennisball auf dem Kopf gefragt. Im Bereich Soziales lautete die anspruchsvolle Aufgabe, ein Projekt für Behinderte öffentlichkeitswirksam zu planen.


Bei allen Aufgaben wurde nicht nur der Inhalt, sondern auch die Zusammenarbeit bewertet. „Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe ist wichtiger als das gute Abschneiden des Einzelnen“, betonte Kemlein, die gleich darauf zum Ernstfall gerufen wurde. Ein Mädchen war bei der Hitze kollabiert. Diese Szene war nicht gestellt.