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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Dax kämpft weiter mit dem Brexit-Schock

28.06.2016

Frankfurt Am Main Der Brexit-Schock hat den deutschen Aktienmarkt weiter fest im Griff. Nach einem anfänglichen Stabilisierungsversuch rutschte der Dax bis zum Montagnachmittag wieder um 2,07 Prozent ab auf 9359,38 Punkte. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex mit Verlusten von bis zu 10 Prozent auf das überraschende britische Votum gegen die EU-Mitgliedschaft reagiert und letztlich knapp 7 Prozent tiefer geschlossen.

Das Marktgeschehen sei weiter geprägt von der Unsicherheit, die durch die Entscheidung der Briten entstehe, warnte Analyst Ric Spooner vom Broker CMC Markets. Das belastete am Montag auch die anderen Indizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 3,22 Prozent auf 19 190,35 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 3,44 Prozent auf 1532,04 Punkte. Für den am Freitag ebenfalls gebeutelten Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 2,17 Prozent bergab. Gefragt blieben dagegen als „sichere Häfen“ geltende Anlagen: Der Goldpreis setzte seinen Aufwärtstrend fort, und auch der japanische Yen ist als Fluchtwährung weiter beliebt.

Chinas Premier Li Keqiang sieht den Brexit als Belastung für die Erholung der Weltwirtschaft. Die US-Ratingagentur Moody“s drohte Großbritannien nach dem Votum für einen Austritt aus der EU mit einer Herabstufung. Zudem fürchtet der britische Finanzminister George Osborne negative Folgen der Entscheidung für die einheimische Wirtschaft.

Der Wahlsieg der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy in Spanien stützte nur kurz. Auch hier bleibt Unsicherheit, denn Rajoy kann nicht alleine regieren und eine Regierungsbildung ist noch nicht in Sicht.

Bei Einzelwerten sorgten vor allem kritische Studien zu den Brexit-Auswirkungen für Bewegung. Die Aktien der Deutschen Bank rutschten auf ein neues Rekordtief ab und lagen zuletzt mit 6,40 Prozent im Minus. Analyst Kian Abouhossein von JPMorgan strich seine Empfehlung für die Papiere des Finanzkonzerns. Damit habe einer der letzten Optimisten seine positive Einschätzung geändert, sagte ein Börsianer.

In der Branche war der Brexit-Schock überhaupt weiter spürbar: Die Commerzbank-Titel verloren 5,32Prozent ab, und im MDax büßten Deutsche Pfandbriefbank 9,66 Prozent ein. Mit minus 7,07 Prozent war der Subindex der europäischen Bankenwerte im marktbreiten Index Stoxx Europe 600 weit unten zu finden.

Auch die Aktien der Lufthansa verloren am Dax-Ende 7,49 Prozent. Der britische EU-Austritt dürfte die Nachfrage nach Flug-, Pauschal- und Bahnreisen verringern, schrieb Analystin Alexia Dogani von Goldman Sachs in einer Branchenstudie. Die Aktien des Medizinkonzern Fresenius verloren nach einem überraschenden Chefwechsel zuletzt mit dem Markt 2,18 Prozent. Dagegen setzten sich die Papiere des Immobilienkonzerns Vonovia mit plus 3,71 Prozent an die Dax-Spitze. Kurstreiber war laut Börsianern eine neue Kaufempfehlung von Morgan Stanley.

Beim Dünger- und Salzproduzenten K+S ließen enttäuschende Eckdaten für das zweite Quartal den Aktienkurs um über 13 Prozent einbrechen. Wirecard profitierten derweil nicht nachhaltig von Übernahmespekulationen. Der Betreiber der chinesischen Alibaba-Tochter Alipay dementierte Berichte über eine eventuell bevorstehende Beteiligung am deutschen Zahlungsabwickler, was dessen Aktien um 2,65 Prozent abrutschen ließ - davor hatten sie um fast 6 Prozent angezogen.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Verzinsung deutscher Bundesanleihen erneut auf ein Rekordtief: Die Umlaufrendite sank von minus 0,20 Prozent am Freitag auf aktuell minus 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 143,79 Punkte. Der Bund-Future sprang um 0,63 Prozent auf 166,66 Punkte hoch. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0998 (Freitag: 1,1066) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9093 (0,9037) Euro.

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