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Ausschuss Keine Lösung für Bäume an Syker Straße in Sicht

Annika Richter

DELMENHORST - Was ist ein schöner Baum? Diese Frage kam am Dienstag in der öffentlichen Sitzung des Planungsausschusses mehrfach auf – und löste Zorn bei den anwesenden Anwohnern der Syker Straße aus.

Denn dort sollen laut der Beschlussvorlage des Fachdienstes Straßen- und Brückenbau für eine dringend benötigte Sanierung der Straße 130 Bäume gefällt und 30 Jungbäume umgepflanzt werden (die

NWZ

  berichtete). Sie sollen nach der vorgeschlagenen Variante für beidseitige Geh- und Radwege weichen. Sehr zum Unmut der Anwohner. Sie wollen den Alleecharakter der Straße behalten. Nur acht Eichen sollen aber erhalten bleiben – das sei keine Allee.

Darum präsentierte der stellvertretende Fachdienstleiter Peter Pakulat zwei alternative Varianten. Die zweite Variante sieht den Versuch vor, einige Bäume in die Planung zu integrieren, etwa durch die Verschwenkung des Radweges, was zu einer teilweisen Verengung des Gehweges führen würde – laut Verwaltung ein Sicherheitsdefizit.

Für die dritte Variante wurde geprüft, ob gekennzeichnete Radwege auf der Fahrbahn angelegt werden könnten, um den Baumbestand zu wahren. Die Antwort des Fachdienstes lautet: Unmöglich, wenn die Eichen erhalten bleiben sollen. Und die 130 Bäume müssten trotzdem gefällt werden. „Schöne Bäume sehen in meinen Augen sowieso anders aus“, ließ sich Pakulat zu einer persönlichen Bemerkung hinreißen – und entfachte eine hitzige Diskussion.

Doch vor allem die vielen fehlenden Informationen und Fakten sorgten für besorgte Gemüter. Wie breit soll bei der ersten Variante die Fahrbahn genau werden, und wie breit ist sie jetzt? Wie viele Parkbuchten sollen entstehen, und werden die überhaupt gebraucht? Wie sehr würde durch fehlende Bäume der CO-Gehalt steigen? Wäre es möglich Flächen der Vorgärten für breitere verschwenkte Radwege zu nutzen? Und wie hoch ist der Anteil der Kosten, den die Anwohner für eine Variante zahlen müssen, die sie nicht wollen? Es herrschte vor allem Informationsbedarf.

Deshalb soll nun eine Informationsveranstaltung für die Bürger anberaumt werden. Und dann soll auch noch eine vierte Variante geprüft werden: „Was wäre denn, wenn man nur die Fahrbahn erneuert und sonst nichts?“, fragte Gerold Heidenberg (Die Unabhängigen) unter Beifall der Anwohner. So könnten die – in ihren Augen schönen – Bäume erhalten bleiben.

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