DELMENHORST - In Anbetracht der Tatsache, dass sich weder die Stadt Delmenhorst noch die Gemeinde Ganderkesee mit den Plänen für eine südliche Ausbaustrecke der B 212neu einverstanden erklären können und eine neue Trassenführung der B 212 vom Bundesverkehrsministerium in Bezug auf ihre Dringlichkeit in die letzte Kategorie der Stufe „D“ eingestuft wurde, verbietet es sich, die Planungen nach „alten Modellen“ weiter zu verfolgen. Diese Ansicht vertritt Margitta Spiecker, Referentin für nachhaltige Siedlungsentwicklung in der Delmenhorster Gruppe des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) in einer Pressemitteilung.

„Der NABU plädiert nach wie vor für die ,Nullvariante‘ , so Spiecker weiter. Als Diskussionsthema sollte ebenso der Ausbau der Bundesstraße 75 zwischen der Bremer Neustadt, Grolland-Huchting und Delmenhorst Bestand haben. Flughafen und Güterverkehrszentrum wären direkt über die Autobahn 281 angebunden und der Anschluss an die A 28 sowie A 1 und A 29 seien problemlos möglich.

Spiecker: „Der Durchgangsverkehr durch Delmenhorst würde schon vorher abgewendet und eine so genannte Entwicklungsachse wäre kein Streitthema mehr. Wenn Bremen den Verkehr anzieht, dann muss Bremen auf seinem Terrain alle Alternativen ausschöpfen.“ Im Übrigen, so Spiecker, sei eine Ausbau-Variante dem Bau einer neuen Trasse ökonomisch und ökologisch vorzuziehen.