DELMENHORST - „Der Aufschwung hat alle Branchen im Handwerk erfasst, alle Merkmale haben sich ins Plus gedreht. Das betrifft die Umsatz- und Auftragsentwicklung, die Betriebsauslastung und die Auftragsreichweiten, und mittlerweile sogar die Investitionen“, stellt Holger Schwannecke fest. Der Mann muss es wissen, steht er doch seit 2009 als Nachfolger von Hanns Eberhard Schleyer an der Spitze des deutschen Handwerks. Der Generalsekretär des Handwerks-Zentralverbandes war am Dienstagabend Gastredner einer Veranstaltung, zu der die Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land die Mitgliedsbetriebe unter dem Motto „Nach der Krise – Perspektiven für das Handwerk“ ins Haus Adelheide an der Abernettistraße eingeladen hatte. Mit dabei waren auch zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung, der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Oldenburg Manfred Kater und deren Ehrenpräsident Jürgen Hemmerling.
Wenn das keine guten Aussichten sind: Schwannecke erwartet für 2010 ein Umsatzplus von mindestens 0,5 Prozent. Frühere Schätzungen waren von minus einem Prozent ausgegangen. In 2011 könnten die Umsätze sogar um zwei Prozent zulegen, prophezeite Schwannecke.
Die Bundesregierung müsse weiterhin auf Anreize für Wachstum und Beschäftigung setzen, die Steuerbürokratie entschlacken und dafür sorgen, dass Betriebe problemlos Zugang zu Krediten bekommen, forderte der Generalsekretär. Große Hoffnung setzt das Handwerk laut Schwannecke auf die energetische Gebäudesanierung. Die Regierung täte gut daran, die finanziellen Anreize auf hohem Niveau zu halten, denn „ein vom Staat investierter Euro löst neun Euro Folgeinvestitionen aus“.
