Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Politik Mangel an Ärzten und Psychotherapeuten

Onno Kutscher

DELMENHORST - Der Bedarf an Psychotherapeuten in Delmenhorst ist nicht gedeckt. Das war die Kernaussage von Dr. Iphigenie Brandenbusch, ärztliche Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes, während ihres Vortrages beim Gesundheitsausschuss am Donnerstagabend. Zum Inhalt des Vortrages gehörten auch die steigenden Krankenzahlen durch Burnout, Stress und Depressionen.

Delmenhorst unterversorgt

Jeden Tag könne man in der Presse von seelischen Erkrankungen wie Burnout und Depressionen lesen, sagt Brandenbusch. „Demgegenüber steht aber ein deutlicher Mangel an Ärzten und Psychotherapeuten.“

Laut Brandenbusch sehe der Bedarfsplan der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen für Delmenhorst und den Landkreis Diepholz zusammen ein Bedarf von 6,4 Psychotherapeuten pro 100 000 Einwohner. „Realistisch gesehen sind wir aber unterversorgt“, so Brandenbusch.

Dies würden auch Beispiele aus der Praxis deutlich machen: „Wer sich in Delmenhorst auf die Suche nach einem Psychotherapieplatz macht oder sich durchgerungen hat, einen Termin beim Psychiater zu vereinbaren, der wird mit langen Wartezeiten rechnen müssen“, erklärt Brandenbusch. Wochen bis Monate wären da nicht unüblich.

Gesellschaftliches Problem

Um das Problem zu lösen, fordert Brandenbusch von der Politik, Delmenhorst für Ärzte attraktiver zu machen.


Murat Kalmis (FDP) sieht in den steigenden Krankenzahlen ein gesellschaftliches Problem. „Es wird zu wenig darüber gesprochen. Wichtig ist vor allem Präventionsarbeit.“ Ähnlich sah es auch Christian Drieling von den Piraten. „Man sollte schon in Schulen über Burnout und Depression aufklären.“

Im Ausschuss wurden zudem Hans-Peter Kloppe von der Ärzteschaft und Bernd Wessels von der AOK Delmenhorst als beratende Mitglieder des Ausschusses berufen. Helmuth Blauth wurde als Kreisjägermeister gewählt.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden