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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Delmenhorster Traditionszeitung verkauft

24.06.2014

Delmenhorst Eine der ältesten Zeitungen Niedersachsens verliert ihre Selbstständigkeit: 182 Jahre nach Gründung des „Delmenhorster Kreisblatts“ wurde die Zeitung vom Verlag der Neuen Osnabrücker Zeitung mehrheitlich übernommen. Das Osnabrücker Medienhaus hält künftig 75 Prozent der Anteile der neuen Delmenhorster Verlagsgesellschaft „DK Medien“. Betroffen ist auch das im Delmenhorster Verlag erscheinende Sonntagsblatt.

Diese Konzentration auf dem Medienmarkt bestätigten gestern DK-Herausgeber und Geschäftsführer Frank Dallmann und Dirk Schulte Strathaus. Die Hiobsbotschaft wurde den Mitarbeitern am Montag in einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Der erst vor drei Jahren mit großem Stolz vorgestellte Newsdesk, an dem das Blatt seine sogenannten Mantelseiten (Politik, Wirtschaft, Sport) selbst redigierte, soll wieder abgebaut werden. Die überregionalen Inhalte werden künftig aus Osnabrück geliefert. Für die Leserinnen und Leser des Blattes mit einer zuletzt gemeldeten Abo-Auflage von knapp unter 15 000 bedeutet das eine neuerliche Umstellung innerhalb weniger Jahre: Das Delmenhorster Kreisblatt bezog zuvor seine Mantelseiten zunächst aus Oldenburg und später aus Bremen, bevor sie im eigenen Hause gefertigt wurden.

Herausgeber und Geschäftsführung nannten als Gründe für ihren Verkauf, das Blatt sei als vergleichsweise kleine Lokalzeitung von der Marktentwicklung besonders betroffen und befinde sich strategisch in einer schwierigen Situation: „Uns fehlt es schlichtweg an Größe und dadurch an wirtschaftlicher Kraft, um ohne einen großen Partner sicher die Zukunft und den Wandel in die digitale Welt dynamisch vollziehen zu können.“ Über die genaue Zahl möglicher Entlassungen wollte der Verlag keine Auskunft geben.

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