Friesoythe - Straßenmeistereileiter Holger Schaaf ist zufrieden. Mit dem Friesoyther Wintereinbruch in der vergangenen Woche sind er und seine Mitarbeiter gut zurecht gekommen. „Es gab keine außergewöhnlichen Probleme“, erklärt er.

Auch wenn man sich kaum daran erinnern kann, zwei- bis dreimal waren die Mitarbeiter der Straßenmeisterei in diesem Winter schon auf den Straßen unterwegs, bis mit Beginn des neuen Jahres der Winter richtig Einzug hielt.

35 Tonnen Streusalz werden pro Einsatz auf insgesamt 360 Kilometern Straße und 270 Kilometern Radweg verteilt. Und das fast rund um die Uhr. „Unser Ziel ist es, die Straßen von sechs Uhr morgens bis zehn Uhr abends frei zu halten“, sagt Schaaf. Um die Straßen schon vor dem Berufsverkehr zu streuen, müssen seine Mitarbeiter um 2 Uhr nachts anfangen. „Wir arbeiten in Schichten. Sechs bis sieben Mitarbeiter sind in einer Schicht mit drei Streufahrzeugen für die Straßen und drei für die Radwege unterwegs. Morgens vor offiziellem Dienstbeginn und abends nach Feierabend haben die Mitarbeiter Rufbereitschaft“, erläutert Schaaf. Zu seinen eigenen Leuten kommen noch Fremdunternehmen, die ebenfalls mit drei Straßenstreufahrzeuge und einem für die Radwege im Einsatz sind.

In der Regel rücken die Räumfahrzeuge einmal am Tag aus. Aber natürlich gibt es Sonderfälle. „Wenn wir gerade fertig sind mit streuen und dann fängt es an zu schneien, müssen wir natürlich von vorne loslegen“, sagt Schaaf. Einen Extremfall habe es in diesem Jahr schon gegeben. „An einem Sonntag hat es geregnet und der Regen ist sofort auf der Straße gefroren. Da sind wir viermal losgefahren.“ 150 Tonnen Streusalz wurden an diesem Tag auf die Straßen gestreut – circa ein Viertel davon, was die Straßenmeisterei vorrätig hat. „Im Lager halten wir zwischen 400 bis 600 Tonnen Streusalz und bestellen kontinuierlich nach, damit es nicht zu Engpässen kommt“, erklärt Schaaf.

Gerade die Sondereinsätze seien anstrengend für die Mitarbeiter und manchmal auch gefährlich, schließlich führen sie auf ungestreuten Straßen. Aber an einen Unfall kann sich Schaaf in den zehn Jahren, in denen er bei der Straßenmeisterei ist, nicht erinnern. Und auch wenn der Winter in den nächsten Tagen wiederkommen soll, Schaaf ist sich sicher: „Mit ihm werden wir fertig“.