Seefeld - Den Kühen tief in die Augen, aufs Maul und auch aufs Euter geschaut haben jetzt 11 Frauen, die an einem Malseminar teilgenommen haben. Die Ergebnisse, rund 45 Bilder von Tuschpinsel- und Acrylmalerei bis hin zu Collagen, werden nun in der Seefelder Mühle gezeigt.
Die Ausstellung wird am Freitag, 20. Juni, ab 20 Uhr eröffnet und kann bis Mitte August täglich von 12 bis 18 Uhr angeschaut werden, teilt Julia Terbrack mit, die Geschäftsführerin der Mühle.
Seminar und Ausstellung sind Teil des Projekts „Das geht ja auf keine Kuhhaut!“, mit dem das Kulturzentrum in diesem Sommer den Strukturwandel in der Landwirtschaft beleuchten will. 11 Frauen zwischen 12 und 70 Jahren nahmen an dem von der Seefelder Kunstpädagogin Meike Janßen geleiteten Seminar teil. Zunächst sahen sie sich Kuh-Beispiele aus der Kunstgeschichte von Franz Marc bis Andy Warhol an, dann wagten sie sich auf eine Weide des Hofes Butendiek in Seefelderaußendeich. Dort waren die schwarzbunten Modelle nicht nur ständig in Bewegung, sondern sie knabberten auch gelegentlich an den Zeichenblöcken.
Außerdem besuchten die Kuh-Künstlerinnen den Side-by-Side-Melkstand auf dem Hof Köhne in Reitlanderzoll, wo sie sahen, wie heute in der Landwirtschaft Milch gewonnen wird.
