Burhave - Die Radwege-Infrastruktur auf der Nordseehalbinsel Butjadingen mit 250 Kilometern meist verkehrsarmen Wegstrecken, Wegweisern und Informationstafeln sei perfekt ausgelegt. Deren Vermarktung sei quantitativ und qualitativ jedoch noch verbesserungswürdig, machte Matthias Herzog deutlich.
Der aus Bad Segeberg stammende, heute in Garbsen beheimatete Wirtschaftsingenieur und Sportwissenschaftler war Hauptredner des 4. Butjadinger Tourismustages. Zu dem begrüßte Heike Geils, neue Marketingleiterin der Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen, in Vertretung des erkrankten TSB-Geschäftsführers Robert Kowitz am Sonntagnachmittag rund 120 Gäste im Burhaver Rathaussaal.
Dem „Radparadies Nordseehalbinsel Butjadingen“, so der Titel seines Vortrages, räumte Matthias Herzog beste Chancen ein, vom zunehmenden Fahrradtourismus profitieren zu können. Dass der wachsen wird, begründete der Experte auch mit der steigende Affinität älterer Bevölkerungsschichten, die dieses Verkehrsmittel auch im Alter weiter nutzen, sowie mit dem erhöhten Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung.
Über 80 Prozent der Radtouristen bevorzugten das flache Land. Zudem seien die Nähe zur Natur, verkehrsarme Strecken und abwechselungsreichen Touren weitere Kriterien für Radtouristen, mit den Butjadingen punkten könne.
„Nutzen sie den Trend zum Fahrradfahren und sorgen sie für mehr Wahrnehmung ihrer Angebote vor allem im Internet“, gab Matthias Herzog den Gastgebern in Butjadingen und auch den TSB-Mitarbeitern mit auf den Weg. Bilder und auch Videos sollten aber nicht nur schön sein, sondern auch ein Erlebnis vermitteln.
Den schlimmsten Fehler, denn man begehe könne, sei etwas zu unterlassen statt es anzupacken, weil man dann eine Chance nicht genutzt habe, verriet Matthias Herzog, der in einem weiteren recht lebhaften Vortrag mit dem Thema „Spitze sein, wenn es darauf ankommt – Erfolg beginnt im Kopf“ als Motivator und Mentaltrainer agierte.
Das Problem sei eine überwiegend anerzogene negative Wahrnehmung der Erwachsenen, die auf das schauen, was nicht funktioniert, was schlecht läuft, was fehlerhaft oder kaputt ist. Dabei sei erwiesen, dass Optimisten deutliche bessere Leistungen erzielen als Pessimisten, machte Matthias Herzog deutlich, der nicht nur Unternehmen berät, sondern auch mit Spitzensportlern zusammenarbeitet.
Die schwerste Blockade, die daran hindere, etwas anzupacken, sei die Angst. Um die zu besiegen, gebe es verschiedene Techniken. So sollte man sich die Frage stelle, was im schlimmsten Fall passieren könne, wobei in der Regeln so gut wie nichts passieren kann, so Matthias Herzog. Positive Selbstgespräche und auch motivierende Bilder seien hilfreich.
Bevor kleine Kinder das Laufen lernen, fallen sich 800- bis 1000-mal hin und stehen auf. Wie Eltern und Großeltern sie dazu motivieren, sollten wir uns auch selbst und unsere Mitarbeiter motivieren. „Das Leben wird leichter als wir glauben. Wir müssen nur daran arbeiten“, sagte Matthias Herzog.
