Wildeshausen - Diese Wiese sticht sofort ins Auge. Schwarz-rot-goldene und knallig pinke Rasenflächen ziehen die Blicke der Autofahrer an der Delmenhorster Straße in Wildeshausen auf sich. Die farbenfrohen Exponate gehören zur Ausstellung der „Private Greens & Fiber-Grass International GmbH“. Die beiden Geschäftsführer Volker Sternberg und Christian Freitag produzieren Kunstrasen – und den verkaufen sie von Wildeshausen aus inzwischen in die ganze Welt.
In Deutschland sind sie Marktführer. Sowohl für Golfanlagen weltweit als auch für Privatkunden produziert die Firma Kunstrasen. „Wir statten Messestände, Gartenanlagen, Bolz- und Spielplätze oder Balkone aus“, erklärt Volker Sternberg. Und das in den verschiedensten Formen und Farben. „In dieser Vielfalt und Größe ist diese Ausstellung europaweit einzigartig“ , sagt Sternberg stolz.
Neben den bunten Themengärten gibt es auch das sogenannte „Standardgreen“ für private Golfanlagen zu Hause, eine Abenteuergolfbahn sowie eine Fläche für professionelle Golfplätze zu sehen. Und noch ist nicht Schluss. „Die Ausstellung ist zu 85 Prozent fertig“, so Sternberg. Denn mit ihrer Firma sind Sternberg und Freitag erst seit August im neuen Gebäude am Stockenkamp 2 ansässig. Vorher war der Firmensitz einige Meter weiter. „Jetzt haben wir hier auf insgesamt zweieinhalbtausend Quadratmetern eine Ausstellungsfläche und Büroräume. Außerdem haben wir 1200 Quadratmeter für Lager, Produktion und Vertrieb“, erklärt Sternberg.
1998 begannen die beiden Gründer aus Wildeshausen zunächst ausschließlich Kunstrasen für Golfplätze anzubieten. Als leidenschaftliche Golfspieler entdeckten sie professionelle Golfgreens aus Kunstrasen bei einem Besuch in den USA. „Da haben wir uns gedacht, so etwas gibt es in Deutschland nicht. Da sollten wir einsteigen“, erinnert sich Sternberg. Die Entscheidung erwies sich als Glücksgriff. Neben dem Golfplatzsegment werden zusätzlich in der Kunstrasenwelt Plätze für alle möglichen Bebauungen angeboten. „In den USA werden auch in Städten und Kommunen öffentliche Kunstrasenflächen angelegt“, berichtet Sternberg. „Beispielsweise die Mittelfläche von Verkehrsinseln und Kreisverkehren. Dadurch können die Kommunen viel Geld sparen, weil die Pflege nicht so intensiv ist.“ In Deutschland sei diese Idee allerdings noch nicht so sehr verbreitet.
Der Kunstrasenmarkt habe sich aber im Vergleich zu den Anfangszeiten der Firma stark verändert, erzählt Michaela Granel, die Vertriebsleiterin der „Kunstrasenwelt“. „Früher dachten viele Leute beim Thema Kunstrasen immer an die billigen Matten aus dem Baumarkt. Das hat abgeschreckt.“ Mit viel Marketingarbeit, Messeauftritten und einer bunten Rasenpalette schaffte das Firmen-Team, immer mehr Kunden zu gewinnen.
Fast 250 verschiedene Kunstrasenflächen umfasst das Portfolio; 20 davon sind zurzeit in Wildeshausen am Stockenkamp zu sehen – auf dem buntesten Golfplatz der Welt.
