Hude - Ein älterer Herr kommt in die Tourist-Information und fragt nach Urlaubsmöglichkeiten. Er möchte ein paar Tage mit seinem Enkel im Klosterort verbringen und lässt sich umfassend informieren, möchte unter anderem Gastgeberverzeichnisse und andere Prospekte sehen und Tipps für Unternehmungen vor Ort erhalten. Zwischendurch fragt er nach der Toilette: So ähnlich ist die Situation, wenn unangemeldet und anonym eine Überprüfung durch den Deutschen Tourismusverband (DTV) stattfindet.

Deutschlandweit haben sich bislang mehr als 600 Tourist-Infos dem unabhängigen Qualitäts-Check unterzogen. Nur wenn Service, Infrastruktur, Ausstattung und Angebot stimmen und den Gästeerwartungen entsprechen, wird das weiße „i“ auf rotem Grund verliehen, heißt es dazu beim DTV.

Das Büro der Touristik-Palette Hude e. V. darf die „i-Marke“ jetzt für weitere drei Jahre führen, nachdem 2012 die erste Zertifizierung erfolgte und zum Ende des vergangenen Jahres erneut die 40 Kriterien für Gästezufriedenheit geprüft wurden.

Zur Qualitätsoffensive gehöre auch die erneute Zertifizierung im Bereich „Servicequalität Deutschland“, berichteten am Montag Monika Kallisch, Vorsitzende der Touristik-Palette e.V., sowie Martina Weisensee und Kerstin Sonka, die das Büro am Rathaus betreuen.

Und in Sachen Qualität setzen auch die Anbieter verstärkt auf „Sterne-Standard“. Mittlerweile elf Privatvermieter von Ferienwohnungen haben sich klassifizieren lassen nach einem anspruchsvollen Fragenkatalog des Tourismusverbandes. Auch in diesem Bereich schauen die Gäste verstärkt auf Sterne, wie Kerstin Sonka vom Tourismusbüro feststellte.

Die Touristik-Palette will gerade auch das Potenzial Hudes als Gemeinde im Grünen weiter ausbauen, so Martina Weisensee. Noch mehr als bisher soll Hude als fahrradfreundliche Gemeinde beworben werden.


Insgesamt sind die Übernachtungszahlen in den vergangenen Jahren gestiegen. Mehr als 10 000 Gästeankünfte sind es jährlich. Genaue Zahlen aber gibt es nicht, weil nur die Beherbergungsbetriebe mit mindestens neun Betten erfasst werden.

Für den Tourismus nicht mehr zur Verfügung steht zurzeit die Huder Jugendherberge, die in der vergangenen Woche Flüchtlinge aufgenommen hat (NWZ  berichtete).

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude