• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Der Küste schon immer verbunden

19.10.2013

Oldenburg Der Küste hat sich Inke Onnen-Lübben schon immer verbunden gefühlt. Dort ist sie schließlich aufgewachsen, in einem kleinen Dorf namens Förrien (Gemeinde Wangerland/Landkreis Friesland). „Das war toll“, erzählt die 32-Jährige. „Ich bin ein Kind der Küste.“ Somit passt es also ganz gut, dass die Diplom-Wirtschaftsingenieurin seit dem 1. Oktober die Geschäftsführerin der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH (Oldenburg) ist.

Nach dem Abitur am Mariengymnasium in Jever überlegte Inke Onnen-Lübben, für welches Studium sie sich entscheiden sollte. Sie schwankte zwischen Wirtschaftsingenieurwesen und dem Grundschullehramt. Aber spätestens nach einem Semester war sie überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben: „Beim Wirtschaftsingenieurwesen habe ich meine Neigungen gesehen.“

„Die Hochschule in Wilhelmshaven hatte ein tolles Angebot “, sagt Onnen-Lübben, „es war Zufall, dass das direkt vor der Tür war.“ Während ihres Studiums spezialisierte sie sich schnell auf den Bereich Marketing. Ein Praktikum bei der EWE Tel in Oldenburg bestätigte ihr ihren Berufswunsch. Die Job-Auswahl nach ihrer Diplomarbeit – eine Marktanalyse bei Steinhoff Möbel in Westerstede – im Herbst 2005 sei allerdings eher mau gewesen; „Sauregurkenzeit“, wie Onnen-Lübben sagt. Dass sie in der NWZ  die Anzeige von Seaports of Niedersachsen in Oldenburg, Bereich Kommunikation und Marketing, sah, war eher Zufall. Der Erfolg war auf ihrer Seite: zum 1. Januar 2006 trat sie die Stelle an. „Seitdem habe ich die ganze Entwicklung von Seaports mitbegleitet“, blickt Onnen-Lübben zurück. Im Laufe der vergangenen Jahre durfte sie immer selbstständiger agieren, übernahm Projekte. „Wir sind ein kleines Team von drei Mitarbeitern, das kann nur funktionieren, wenn sich niemand für eine Aufgabe zu schade ist“, sagt sie.

Seit Frühjahr 2012 ist sie Handlungsbevollmächtigte bei Seaports of Niedersachsen, darf also selbstständig handlungsrechtlich zeichnen. Als im vergangenen Sommer der ehemalige Geschäftsführer Andreas Bullwinkel die Vermarktungsgesellschaft des Containerterminals Wilhelmshaven übernahm, sah sich der Aufsichtsrat nach einem Nachfolger um. Inke Onnen-Lübben überlegte nicht lange. „Ich hab’ meinen Finger gehoben und gesagt: ,Das kann ich auch‘“, erzählt sie. Schließlich waren ihr die Aufgaben vertraut.

Es klappte: Sie bekam die Stelle. Die Aufgaben haben sich daher seit dem 1. Oktober etwas geändert. „Ich bin aus der zweiten in die erste Reihe gegangen und repräsentiere die Firma nun nach außen hin“, erklärt die 32-Jährige. Vorher sei sie zum Beispiel operativ für Messeplanungen zuständig gewesen, für das Buchen, die Unterkunft, das Essen. „Jetzt habe ich den repräsentativen Teil übernommen, gegenüber der Politik und dem Kunden.“

Wie ihr der neue Posten gefällt? Onnen-Lübben lacht. „Bis jetzt gut, ich kenn’ ja das Wasser.“ Ein bisschen anstrengend sei es momentan, weil sie neben den neuen Aufgaben noch alte Projekte hat. Andreas Bullwinkel steht bei Problemen aber noch beratend zur Verfügung.

Die Branche, in der sie arbeitet, ist eher männerdominiert. „Damit hab’ ich nie Probleme gehabt“, sagt Onnen-Lübben, die mit zwei älteren Brüdern aufgewachsen ist. „Ich habe das Gefühl, dass alle offener geworden sind. Weil sie sehen, auf welches Potenzial sie verzichten, wenn sie nur nach Männern für Stellen sehen.“ Sie kenne aber auch zehn Jahre ältere Kolleginnen aus der Branche, die hätten das noch anders erlebt.

Onnen-Lübben hat Spaß an ihren Aufgaben: „Ich bin am beruflichen Erfolg orientiert“, sagt die Seaports-Geschäftsführerin. „Wenn so eine Chance kommt, muss man sie auch ergreifen.“ Familie und Freunde seien ihr aber weiterhin sehr wichtig, betont die ledige 32-Jährige. Gern läuft sie zum Ausgleich ein paar Runden, wenn die Zeit das zulässt, oder geht zum Reiten. Oder sie besucht die alte Heimat in Friesland.

Ihr gefalle auch, erzählt Onnen-Lübben, dass sie beruflich viel international unterwegs sei. Ursprünglich hatte sie nach dem Diplom „gerne mal weg“ gewollt. Dieses Jahr hat sie nun für Seaports of Niedersachsen zum Beispiel noch drei Messen vor sich: eine Papier- und Zellstoffmesse in Baltimore, USA, eine Offshore-Messe in Frankfurt und eine Logistik-Messe in Istanbul.

Ihr „Basislager“, wie Inke Onnen-Lübben sagt, habe sie aber in Oldenburg: „Ich find’s ganz toll, in Oldenburg zu sein. Ich fühle mich wohl hier – und hab’s nicht weit zur Küste.“

Jantje Ziegeler Redakteurin / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2157
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.