Barßel - Nils Krause hat Freude an seiner Arbeit. Der 20-jährige Barßeler absolviert eine Berufsausbildung zur examinierten Fachkraft für Altenpflege in der Caritas-Pflegeeinrichtung St. Elisabeth Barßel. Im „Gesundheitszentrum St. Ansgar Stiftung“ in Barßel ist neben der Pflegeeinrichtung auch die Sozialstation Barßel-Saterland untergebracht. „Es macht mir einfach Spaß“, sagt der Auszubildende im zweiten Lehrjahr. „Man hat unwahrscheinlich viel Abwechslung.“

Durch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Einrichtung habe er damals nach seinem Realschulabschluss den Ausbildungszweig für sich entdeckt, erzählt Nils Krause. Die Weiterbildungsmöglichkeiten seien in der Altenpflege vielfältig. Das Interesse für einen Beruf im sozialen Bereich liege bei ihm in der Familie, sagt Nils Krause. Seine Eltern hatten beide eine Laufbahn in der Krankenpflege eingeschlagen. Der Umgang mit Menschen sei ein wichtiger Teil der Ausbildung, erklärt der 20-Jährige. „Man muss auch mit dem Thema Tod umgehen können.“

Seine Ausbildung dauert drei Jahre und gliedert sich in Blockeinheiten. Im Wechsel besucht er jeweils drei Monate am Stück die Pflegeeinrichtung in Barßel und die St.-Pius-Stift Altenpflegeschule in Cloppenburg. Dort wird das theoretische Fachwissen vermittelt. „Man lernt auch, wie man mit demenziell Erkrankten umgeht“, sagt der Auszubildende. Fächer wie Deutsch und Englisch stehen ebenfalls auf dem Stundenplan. Zudem durchläuft Nils Krause Praktika in verschiedenen Betreuungseinrichtungen.

Wenn er Frühdienst hat, beginne sein Arbeitstag um 6.30 Uhr, erzählt Nils Krause. Dann stehe die Grundpflege der Bewohner an. Auch die Injektion von Insulinspritzen sowie therapeutische Maßnahmen gegen Wundliegen und die Medikation seien Teil seiner Arbeit. Der Mensch stehe dabei stets im Vordergrund, sagt der Auszubildende: „Ich nehme mir die Zeit für Gespräche mit den Bewohnern.“

„Ich kenne ihn schon seit 2011“, sagt Bewohnerin Anneliese Wilde, als sie Nils Krause auf dem Flur trifft. Sie fühle sich wohl in der familiären Atmosphäre der Einrichtung, sagt die Seniorin. Insgesamt 42 Menschen leben in der Pflegeeinrichtung der Caritas.


Unter den Auszubildenden seiner Fachrichtung sei er in Barßel der Hahn im Korb, meint der 20-Jährige schmunzelnd. Allgemein würden noch immer mehr Frauen als Männer diese Fachrichtung einschlagen, weiß Pflegedienstleiter Magnus Friedek. Eine wichtige Voraussetzung für diesen Beruf sei das nötige Einfühlungsvermögen.

Jährlich stelle die Einrichtung Auszubildende ein, sagt Heimleiter Olaf Eilers. Jeder von ihnen habe die Chance auf eine Übernahme.

Es seien kleine Gesten wie ein Lächeln, die ihn immer wieder in seiner Arbeit bestärken, sagt Nils Krause. Er ist sich sicher: „Ich möchte hier bleiben.“