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„Der Solidaritätsverlust heutzutage ist erschreckend“

Betr.:

Die NWZ -Berichterstattung über die Mobilfunkprobleme in Schierbrok-Stenum

Im Oktober 2005 hatte mir der Kundenservice von T-Mobile auf Anfrage noch mitgeteilt, dass das Funklückenproblem im D 1-Netz im Raume Schierbrok-Stenum zwar bekannt sei, es aber zu dessen Behebung noch keine Planung gebe. Nun erfahre ich, dass mittlerweile am Schierbroker Ortsrand wohl doch ein zusätzliches Mobilfunkrelais errichtet werden kann? Und mit dieser frohen Kunde vernehme ich zugleich, dass es dagegen auch schon wieder Protestabsichten geben soll – wie vorher in Heide.

Der Solidaritätsverlust unter den Bürgern heutzutage ist für mich erschreckend. Einsichten in öffentliche Interessen scheint es kaum noch zu geben – jedenfalls nicht nahe der eigenen Haustür! Wer selbst abseits von Zuhause mit dem Handy telefoniert, oder wer sich in seiner Wohnung bzw. am Arbeitsplatz schnurloser Telefone bedient, handelt widersinnig, wenn er gegen Mobilfunkanlagen protestiert. Und wer ernsthaft glaubt – obwohl wissenschaftlich noch unbewiesen –, durch die gepulste Abstrahlung leistungsschwacher Mobilfunk-Sendeanlagen gesundheitlichen Schaden nehmen zu können, der sollte dann auch wirklich im nahen Umfeld des geplanten Sendestandorts wohnen und sich nicht als „Universal-Protestler von sonstwoher“ einem rein örtlichen Scheinproblem aufdrängen.

Handy-Funklöcher bedeuten heutzutage Unzumutbarkeiten in der Notrufversorgung, denn wenn der elektrische Strom einmal ausfällt, dann fällt fast überall auch das Telefon aus! Wer telefoniert denn heute noch auf einem analogen Zweidrahtanschluss mit einem draht-gebundenen Haustelefon, womit er für seine Telefonanlage keinen zusätzlichen Strom aus der Steckdose benötigt?

Wie will ich bei Stromausfall die Feuerwehr, den Notarzt oder die Polizei rufen können, wenn nicht übers Handy? Allein aus diesem Grunde liegt eine flächendeckende Mobilfunkversorgung aller Wohngebiete im öffentlichen Interesse. Darüber dürfen jene gerne einmal nachdenken, die gegen das in Schierbrok – jetzt endlich und somit höchst überfällig – geplante Mobilfunkrelais Widerstand mobilisieren wollen.

Kay Sachse

27777 Ganderkesee
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