DETROIT - Beim insolvenzbedrohten Opel-Mutterkonzern General Motors haben mehrere Topmanager ihre Anteile verkauft – unter ihnen Europa-Chef Carl-Peter Forster. GM-Chef Fritz Henderson hatte eine Insolvenz seines Konzerns gerade erst als noch wahrscheinlicher bezeichnet.

Insgesamt verkauften sechs GM-Manager in den vergangenen Tagen mehr als 200 000 Aktien zu einem Stückpreis von 1,45 bis 1,61 Dollar, wie GM am Montagabend (Ortszeit) in Pflichtmitteilungen an die Börsenaufsicht SEC bekanntgab. Neben Forster, der sich von relativ wenigen letzten Anteilen trennte, zählt auch der scheidende GM-Vize Bob Lutz zu der Gruppe. Henderson war nicht darunter. Die GM-Aktie verlor am Montag elf Prozent auf 1,44 Dollar. GM will sich zu seiner Rettung mehrheitlich verstaatlichen lassen.

Bestehende Aktionäre würden praktisch leer ausgehen. Eine GM-Sprecherin sagte, die Verkäufe seien vor diesem Hintergrund zu sehen und kein Beleg für mangelndes Vertrauen in das Unternehmen.

Dagegen will sich US-Konkurrent Ford über die Ausgabe von mindestens 300 Millionen neuen Aktien frisches Kapital in Milliardenhöhe besorgen. Ford schreibt zwar auch tiefrote Zahlen, kommt aber anders als GM und Chrysler bisher ohne Staatshilfen aus. Ford könnte durch die Aktienausgabe je nach Preis rund zwei Milliarden Dollar einnehmen.