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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Festnahme auf Toilette mit Folgen

08.12.2017

Detroit /Wolfsburg Sieben Jahre Gefängnis, 400 000 Dollar Geldstrafe – VW-Manager Oliver Schmidt (48) bezahlt seine Rolle in der „Diesel­gate“-Affäre mit der Höchststrafe. Das Urteil zeigt abermals, dass die USA bei der rechtlichen Aufarbeitung des Abgas-Skandals auf maximale Härte setzen. In Deutschland und Europa sieht das bislang anders aus – hier ziehen sich die Verfahren hin.

Richter Sean Cox verurteilte Schmidt am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in De­troit in Anwesenheit seiner Frau wegen Verschwörung zum Betrug und des Verstoßes gegen Umweltgesetze. Dabei schöpfte das Gericht das volle mögliche Strafmaß aus.

Schmidt saß bereits seit Jahresbeginn in Untersuchungshaft. Er war zuvor von FBI-Agenten vor dem Rückflug aus einem Winterurlaub nach Deutschland auf einer Flughafentoilette in Miami festgenommen worden. Er ist nun der zweite langjährige VW-Mitarbeiter, der in den USA eine harte Strafe erhält.

In seiner damaligen Leitungsfunktion für Umweltfragen in den Vereinigten Staaten zwischen Februar 2012 und März 2015 hat sich Schmidt nach Überzeugung des Gerichts der Vergehen schuldig gemacht. Offenbar war der Richter nicht davon überzeugt, dass er nur auf Anweisung anderer handelte.

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