Wildeshausen - Die Stadt Wildeshausen ist gewillt, an der Autobahnanschlussstelle Wildeshausen-West ein Gewerbe- und Industriegebiet zu realisieren. Gegen die Stimmen der UWG fasste der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Donnerstagabend den Feststellungsbeschluss für die Änderung des Flächennutzungsplanes.
Nach den Worten von Planer Eckhart Mumm gibt es im Landkreis Oldenburg einen Mangel an Industrieflächen. Er hält die Fläche nördlich der A 1 durchaus für geeignet. Land- und Forstwirtschaft hätten keine Einwände erhoben. Die Eingriffe in die Natur seien ohne Probleme auszugleichen. Es handele sich um keine hochwertigen Flächen. Auch gebe es keine Probleme mit dem Lärmschutz angesichts von täglich 50 000 Fahrzeugen auf der A 1 und 4000 Kraftfahrzeugen auf der B 213.
Die Rede ist von gut 63 Hektar: 48,9 ha Wald, 2,74 ha Landwirtschaft, 9 ha Weihnachtsbäume, 0,2 ha Heide-Biotop sowie 2,9 ha Campingplatz. 52 Hektar könnten in ein Industrie- und Gewerbegebiet umgewandelt werden.
Die Notwendigkeit solch eines Gewerbe- und Industriegebietes unterstrich Hartmut Frerichs (SPD). „Vor Jahren musste wir ein Logistik-Zentrum der Post sausen lassen, weil wir kein Industriegebiet hatten.“ In diese Kerbe schlug auch Helmut Müller (FDP): Ein Investor geht nur dort hin, wo es Flächen gibt. Wir stellen sie jetzt zur Verfügung.“ Nach Ansicht von Christa Plate (CDU) könne sich Wildeshausen glücklich schätzen, ein Industrie zur Planungsreife zu bringen. Ein Industriegebiet bringe neue Arbeitsplätze.
Die UWG ist gegen die Pläne. Hermann Hitz und Heiner Spille wollen den Wald erhalten. „Ein Industriegebiet ist nicht so dringend, dass wir dafür einen Wald abholzen müssen“, so Spille. Dötlingen rolle Wildeshausen einen roten Teppich aus für ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet. Dorthin solle sich die Stadt wenden, so Hitz.
