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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Deutsche Abwrack-Party ist vorbei

03.09.2009

BERLIN /WIESBADEN /OLDENBURG Die Abwrackparty ist vorbei, und jetzt ist in der Autobranche ein Kater zu befürchten. Acht Monate hat der Staat die Autoindustrie mit der Prämie verwöhnt. Von nun an sind die Hersteller auf Entzug. Die Fördertöpfe sind leer.

Die Konzerne müssen beweisen, dass sie die Übergangszeit genutzt haben, um sparsame Autos zu entwickeln und sich auf die gesunkene Nachfrage einzustellen. Wirklich bahnbrechende Zukunftskonzepte sind auch auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA (17. bis 27. September) aber nicht in Sicht. Der Verband der Autoindustrie (VDA) baut seinen Optimismus auf den Export.

Große Sorge: Die Gewinner 2009 könnten im kommenden Jahr zu den großen Verlierern zählen. Von der Prämie haben vor allem die Kleinwagenhersteller wie VW und Opel sowie ausländische Marken profitiert. Sie dürften 2010 ausgebremst werden. An den Premiumherstellern wie Audi, BMW, Mercedes ging die staatliche Förderung dagegen fast gänzlich vorbei, ihr Absatz brach zweistellig ein.

Die Verschrottungsprämie wurde am Mittwoch als beispielloser Erfolg gefeiert. Seit Jahresbeginn wurden im Inland 2,675 Millionen Wagen verkauft – ein Plus von 27 Prozent. „Für die Kfz-Branche war diese Förderungsmaßnahme das beste, was man sich nur vorstellen konnte“, sagt der Präsident des Händlerverbands ZDK, Robert Rademacher. So wird 2009 ein gutes Autojahr: Der Absatz könnte nach Berechnungen des Auto-Professors Ferdinand Dudenhöffer bis Jahresende auf 3,7 Millionen Wagen steigen – die höchste Zahl seit dem Jahr 2000. Der Präsident des Autoverbandes VDA, Matthias Wissmann, sieht die „Talsohle durchschritten“.

Eine ernüchternde Bilanz zieht der Bundesverband freier Kfz-Händler. Mehr als 70 Prozent der Förderung würden verpuffen, da große Teile der subventionierten Käufe zu Lasten des Gebrauchtwagenhandels und zukünftiger Neu-Käufe gingen.

Dieter Meyer, Obermeister der Kraftfahrzeug-Innung Oldenburg, gibt zu bedenken: Pro Auto würden den Werkstätten nun etwa 300 bis 400 Euro fehlen, die sie auf das Jahr gerechnet an Reparaturarbeiten an den alten Autos verdient hätten. „Auch ich habe eine Reihe von Stammkunden verloren, weil die sich einen Neuwagen angeschafft haben.“ Schwierige Zeiten sagt er auch dem Handel voraus. Die meisten Käufe seien nur vorgezogen worden.

www.bafa.de

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