Frankfurt/Main - Nach zwei schweren Jahren steigen die Gewinne bei der Deutschen Bank wieder. Im ersten Quartal verdiente Deutschlands größtes Geldhaus vor Steuern mit 878 Millionen Euro 52 Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte der Frankfurter Dax-Konzern am Donnerstag mit. Unter dem Strich lag der Gewinn mit 575 Millionen Euro sogar mehr als doppelt so hoch wie im ersten Quartal 2016 (236 Mio. Euro).

Ein stärkerer Anleihenhandel und teilweise besser laufendes Investmentbanking glichen Schwächen im Aktienhandel und bei der Tochter Postbank aus. Gleichzeitig ging die Risikovorsorge im Kreditgeschäft zurück, und Einsparungen machten sich positiv bemerkbar. „Das Kundengeschäft läuft sehr erfreulich“, sagte Vorstandschef John Cryan. Die Bank könne und sollte „mit einer guten Portion Optimismus in das weitere Geschäftsjahr schauen“. Die Erträge rutschten indes um neun Prozent auf gut 7,3 Milliarden Euro ab.

Gleichzeitig macht die Deutsche Bank Tempo bei der Verkleinerung des Filialnetzes. 130 von bundesweit 188 Niederlassungen auf der Streichliste seien bereits geschlossen. Die Anzahl der Mitarbeiter sank seit Ende 2016 bis Ende März 2017 konzernweit um knapp 1600 auf 98 177 Vollzeitkräfte. Die Deutsche Bank hatte angekündigt, bis 2018 weltweit 9000 Arbeitsplätze abzubauen – davon 4000 in Deutschland.