Genf/Berlin/Athen - Die weltweite Jugendarbeitslosigkeit steigt nach Angaben der Vereinten Nationen erneut an. 2013 werde sie durchschnittlich 12,6 Prozent betragen – nach 12,4 Prozent im Vorjahr, erwartet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einem in Genf veröffentlichten Trendbericht. Etwa 73,4 Millionen 15- bis 24-Jährige werden demnach 2013 ohne Job sein.
Eine Ausnahme ist Deutschland. Dort hat sich die Zahl der Erwerbslosen in dieser Altersgruppe von 2005 bis 2012 halbiert. Die Quote lag im vorigen Jahr bei 8 Prozent.
Der Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Karl Brenke, sagte, die Jugendarbeitslosigkeit sei hierzulande vor allem ein Qualifikationsproblem. Mehr als die Hälfte aller arbeitslosen Jugendlichen im Jahr 2010 hätten keinen Berufsabschluss gehabt.
Besonders dramatisch ist die Lage in Griechenland. Nur etwa jeder dritte Jugendliche hat dort eine Arbeit. Wie das Statistische Amt (Elstat) am Donnerstag mitteilte, stieg die Jugendarbeitslosigkeit im Februar auf 64,2 Prozent. In Portugal waren im ersten Quartal dieses Jahres rund 42 Prozent der unter 24-Jährigen ohne Job.
