Bad Zwischenahn - Eine Attraktivitätssteigerung im Bahnverkehr soll der Deutschlandtakt nach einer Studie des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für die Bahn bewirken. „Bei dem bestehenden Gleisnetz einschließlich der geplante Ausbauten passiert in unserer Region jedoch das Gegenteil“, meint Dr. Uwe Brinkhoff von der Bürger Initiative Bahnlärm Zwischenahn: „Nur noch zwei Intercity-Züge (IC) täglich statt alle zwei Stunden würden zwischen Oldenburg und Leer verkehren.“ Für die Initiative steht deshalb fest: „Der Deutschlandtakt hängt Ammerland vom IC-Netz ab.“

Eine mögliche Lösung weist die Studie allerdings auch aus: Der zweigleisige Ausbau der Strecke zwischen Bad Zwischenahn und Kayhauserfeld ermögliche die gewohnte zweistündige IC-Anbindung mit Halt in Bad Zwischenahn, Westerstede-Ocholt und Augustfehn, verweist Brinkhoff auf den Anhang der Studie.

„Trotz der Berücksichtigung des zweigleisigen und elektrifizierten Ausbaus der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven erreicht weiterhin kein IC die Orte Rastede, Varel, Sande und Wilhelmshaven“, hat Brinkhoff der Studie weiter entnommen.

Für den wachsenden Güterverkehr seien systematisierte Fahrpläne vorgesehen. „Bereits jetzt fahren tagsüber vier Personenzüge und ein bis zwei Güterzüge pro Stunde zwischen Oldenburg und Bad Zwischenahn nach unserer eigenen Verkehrszählung“, erklärt Brinkhoff. Mit der von Dr. Horst-Herbert Witt „großen Hafenspange“ (die NWZ  berichtete) bestehe für die Bahnanlieger eine gesundheitsschonende Alternative zum Ausbau.