Wiefelstede - „Zieht die Handschuhe an beim Sägen“, ruft Thomas Tamke. Immer wieder vergessen die Kinder im Eifer des Gefechts, gewisse Sicherheitsregeln einzuhalten beim Bau ihrer Ritterburgen. Sie sind nach zwei Tagen Arbeit so gut wie fertig. Dann können bald die Spiele beginnen bei der Wiefelsteder Ferienpassaktion „Wir bauen unsere Burg“.
31 Kinder haben sich hinterm Rathaus II zwei Tage lang mehr oder weniger erfolgreich als Handwerker betätigt, haben gesägt und gehämmert und die Abschwarten zurechtgestutzt und zusammengesetzt für ihre beiden Ritterburgen, die sich an diesem Donnerstag nun trutzig gegenüberstehen – komplett mit Turm, Zugbrücke und Notausgang. Und mehr als einmal wurde von den Jugendpflegern Thomas Tamke und Carsten Eikers und ihren ehrenamtlichen Helferinnen Cindy, Hanna und Hanna im Eifer des Gefechts eine „klare Ansage“ in Sachen Sicherheit und Ordnung nötig. „Mit dem Hammer wird nicht geworfen“ ist nur eine davon. „Alles gut gegangen – bis auf einen Wespenstich“, resümiert Tamke denn auch den Sicherheitsstatus der ersten beiden Tage.
Die eindrucksvollen Burgen werden zum Abschluss der Aktion am Abend noch benötigt, denn dann ist das Werfen mit „Wasserbomben“ gegen die gegnerische Festung und ihre Bewohner angesagt. „Die Kinder wollen am liebsten kämpfen, wir wollen es aber eher freundschaftlich“, machen die Jugendpfleger deutlich, dass die am Nachmittag angesagten Spiele ebenfalls nach klaren Regeln abzulaufen haben – wie der Reiterkampf mit Lanze, bei dem die Regel lautet: „Nicht gegen den Kopf zielen“. Und auch beim „dezenten Schwertkampf“ ist das Stechen verboten – und der Kopf ist ebenfalls als Ziel tabu. Bei so viel „Action“ stört der Regen, der zwischenzeitlich vom Himmel fällt, so gut wie gar nicht an diesem Nachmittag. Die „Kämpfer“ werden ausdrucksstark angefeuert von den übrigen Kindern, die quasi die Turnierkulisse bei den Zweikämpfen bilden.
Die Jugendpfleger ziehen eine positive Bilanz der dreitägigen Aktion, bei der die beiden Gruppen zunächst jede für sich zu unterschiedlichen Zeiten an ihren Burgen gewerkelt haben. Erst an diesem Abschlusstag arbeiten beide Gruppen gleichzeitig an der Vollendung ihrer Festungen.
„Die Aktion war zwar zeitaufwendig, hat aber auch enormen Spaß gemacht“, stellen Tamke und Eikers zum Abschluss fest – und lassen dabei die munter weiter werkelnden Ferienpasskinder keinen Moment lang aus dem Auge.
