Frankfurt - Die Fluggesellschaften bereichern sich nach Ansicht des Geschäftsreiseverbandes VDR unzulässig am dauerhaft billigen Kerosin. Die Gesellschaften müssten nach anderthalb Jahren niedriger Ölpreise ihre Betriebskostenersparnisse endlich in niedrigere Flugpreise umsetzen, verlangte der Verband am Mittwoch in Frankfurt.

„Wir fordern mehr Transparenz von den Airlines. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum das günstige Kerosin sich noch immer nicht bei den Flugtarifen und Treibstoffzuschlägen bemerkbar macht“, erklärte VDR-Vizepräsident Ralph Rettig laut einer Mitteilung.

Er hat einen Verdacht: „Wenn sich hier trotz weiterhin niedrigem Ölpreis nichts tut, legt das die Vermutung nahe, dass die Airlines die erzielten Gewinne schlichtweg einfach für sich verbuchen.“

Kerosinzuschläge in unterschiedlicher Höhe waren eingeführt worden, als die Preise am Ölmarkt wesentlich höher waren. Damals wurden durch das teure Kerosin Preiskalkulationen für Tickets über den Haufen geworfen. Jetzt aber steigt der Gewinn.