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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Die Dose kehrt in die Regale zurück

08.04.2006

OSNABRüCK Die Pfandregelung wird auf weitere Getränkearten ausgedehnt. Milch und Fruchtsäfte bleiben weiter ausgenommen.

Von Jörg Schürmeyer OSNABRÜCK - Nachhaltige Änderungen kommen auf Bürger und Einzelhändler durch die neue Einwegpfand-Regelung zu. Vom 1. Mai dieses Jahres an müssen Händler ab einer Verkaufsfläche von 200 Quadratmetern auch solche leeren Verpackungen von Getränken annehmen, die nicht bei ihnen erworben wurden. Die so genannten „Inselllösungen“ einzelner Handelsketten sind nicht mehr zulässig.

Zudem wird auf weitere Getränkearten, wie Eistee, aromatisierte Wasser und Alcopops, ein Pfand von 25 Cent pro Flasche oder Dose erhoben. Wein, Fruchtsaft, Milch sowie die in der Verpackungsverordnung als ökologisch vorteilhaft aufgelisteten Verpackungen, wie Tetrapacks sind hiervon ausgenommen.

Die neue Regelung dürfte zugleich das Erscheinungsbild in den Regalen der Einzelhändler ändern. „Aufgrund der einfacheren Rückgabe rechnen wir damit, dass der Einweganteil wieder steigen wird“, sagte gestern der Leiter der Interseroh-Niederlassung Osnabrück, Guido Keil, bei der Eröffnung des ersten vollautomatischen Recycling-Zählzentrums des Konzerns. Die Kölner gehören zu den größten Recycling-Dienstleistern in Europa (mit Töchtern u.a. in Leer und Wilhelmshaven). Interseroh-Vorstand Roland Stroese kündigte ein flächendeckendes Rücknahmesystem und die Errichtung von bundesweit zwölf Zählzentren an. Man arbeitet u.a. mit dem größten deutschen Lebensmittel-Einzelhändler, Edeka, zusammen.

In Zählananlagen, wie der von Interseroh werden die von den Einzelhändlern angenommenen Verpackungen registriert, sortiert (Glas, Aluminium, Weißblech, PET klar, PET farbig) und für die Rohstoffverwertung gepresst. Anschließend wird das Pfand bundesweit zwischen verkaufenden und annehmenden Unternehmen verrechnet („Clearing“). „Mit dieser Dienstleistung entsteht ein Markt mit rund 13 Milliarden Einweggebinden und einem Volumen von 450 Millionen Euro“, sagte Stroese.

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Die Anlage in Osnabrück ist zunächst auf eine Kapazität von 45 Millionen Gebinden pro Jahr angelegt, soll aber auf 90 Millionen erweitert werden. In ihr werden Dosen und Kunststoffflaschen aus dem westlichen und nordwestlichen Niedersachsen, dem Münsterland und Ostwestfalen registriert.

Anders als bei der Umsetzung der seit Januar 2003 geltenden Pfandpflicht für Bier und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke erwartet Stroese bei der neuen Regelung keine großen Probleme: „Aus unserer Sicht ist der Handel gut vorbereitet.“

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