Nach wie vor können oder wollen Fragen der Bürger nicht beantwortet werden. Sie werden teilweise ignoriert oder abgeschmettert. Anwohnern ist nicht gestattet, aufzustocken oder nur mit entsprechenden Auflagen. 20 und 17 Meter Höhe am Deich werden erlaubt. Wenn schon Burhave verschandeln, dann gleiches Recht für alle.
Elmar Hüttenmeister hat recht mit der Aussage, dass Burhave verschandelt wird. Andere Gegenden bauen wieder zurück, weil sie merken, dass es ein Fehler war. (...) Die Straßen in Burhave, insbesondere die Deichstraße, sind für so schwere Baugeräte (...) nicht ausgelegt. Ein Straßenbau ist mangels Geld nicht möglich. (...)
Ich sehe im Zuge dieser Großbebauung einen starken Rückgang von Urlaubsgästen, was die Kleinvermieter erheblich treffen wird. Es wird Lärmbelästigung, Dreck, und Mietausfall geben. Und sind die Gäste erstmal weg, kommen die auch nicht so schnell wieder. Das heißt viele Einnahmenverluste der Kleinvermieter.
Mich interessiert die Meinung des Deichverbands. Kann man uns 100-prozentig versprechen, dass der Deich keinen Schaden nimmt? (...). Ich sehe eine große Gefahr von Minimalrissen im Deich durch die Rammarbeiten für die Stützen der Hochhäuser. (...)
Sollte es in einem dieser Hochhäuser mal brennen, fehlt der Feuerwehr Burhave die entsprechende Leiter. Hilfe aus der Ferne könnte zu spät sein. Wir alle haben nichts dagegen, wenn neue Wohnungen gebaut werden, aber bitte angepasst zur bisher üblichen Bebauung und nicht in den Himmel.
Das ist ein Mammutobjekt, das meines Erachtens eine viel zu große Nummer für Burhave ist. Bürgermeisterin Ina Korter und der Gemeinderat wurden gewählt, um die Interessen der Bürger zu vertreten. Reichen über 400 Unterschriften auf der Liste nicht?
Wieder durfte ich Zuhörer bei einer Ausschusssitzung des Gemeinderates sein, in der die Ratsmitglieder nur wenig Fragen beantworteten und die Belange der Bürger vom Tisch gefegt wurden. Wie einer der Ratsmitglieder sagt, sie sind alle von den Bürgern gewählt und haben eigentlich die Aufgabe, die Interesse der Bürger zu vertreten.
Wenn ältere Hausbesitzer ihr Einkommen durch Vermietung schwinden sehen, ist das doch völlig egal. Ihre Häuser befinden sich in unmittelbarer Nähe des Baugebietes. Diese Häuser werden über den Dauer der Bauzeit nicht mehr vermietbar sein.
Wir gehen davon aus, dass sich die Bebauung über mehrere Jahre ziehen wird. Diese Menschen erleben vielleicht gar nicht mehr das Ende dieser Bebauung. Dieses menschenverachtende Vorgehen wird sich rächen.
Ich bin davon überzeugt, dass das Projekt Ferienpark Am Meer solche Dimensionen hat, dass es keinem der Ratsmitglieder möglich ist, das zu übersehen. (...)
Auffallend war auch, dass in den gezeigten Plänen und Skizzen die sechsstöckigen Appartementhäuser in keiner Relation zu den zweistöckigen Häusern stehen. Auch bin ich überzeugt, dass geschummelt wird, was die Grünflächen anbetrifft. Das Grundstück gibt soviel Fläche nicht her.
