Butjadingen - 20 000 Euro pro Jahr stellt die Gemeinde Butjadingen aufgrund eines im April gefassten Ratsbeschlusses für die Reparatur von Wirtschaftswegen durch Anlieger zur Verfügung. Dieser im Etat 2013 erstmalig geschaffene Fördertopf wird auch Ende des Jahres noch gut gefüllt sein. Bislang liegt der Gemeindeverwaltung nur ein Förderantrag vor, der die Gesamtsumme um maximal 2000 Euro verringern wird.

Die beiden Landwirte Claus-Dieter Ammermann und Jan Leiner haben den Alandsweg in Iffens auf dem 200 Meter langen Teilstück von der Einmündung in die Landesstraße 859 bis zur Sielbrücke in Eigenregie um 50 Zentimeter verbreitert. Dieser Teil des Wirtschaftsweges hat jetzt eine Breite von 3 Metern.

Die Verbreiterung erfolgte nach den Vorgaben der Gemeinde, denn die hatte im Juni, um eine gerechte Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel zu gewährleisten, eine Förderrichtlinie per Ratsbeschluss erlassen.

Danach gewährt die Gemeinde einen Materialkostenzuschuss in Höhe von 50 Prozent, maximal 5000 Euro pro Maßnahme. Zudem müssen bestimmte Standards (mindestens je 40 Zentimeter Ausbaubreite und Auskofferung) eingehalten werden.

Knapp einen Tag benötigten die beiden Landwirte, um mit Hilfe eines Minibaggers sowie eigener Gerätschaften und Fahrzeuge die Verbreiterung des Alandsweges mit Recyclingschotter vorzunehmen. Rund 4000 Euro betrugen die Gesamtkosten, so die Auskunft von Claus-Dieter Ammermann.


Er und Jan Leiner sind mit ihrem Werk zufrieden, das auch ersten größeren Belastungen durch Milchtankwagen und andere große Fahrzeuge standhielt. Im kommenden Jahr wollen die beiden Landwirte die andere Seite des Alandsweges verbreitern.

Das sei eine tolle Sache, weil durch die Verbreiterung der Wirtschaftsweg insgesamt entlastet werde, so die Meinung von Frerk Francksen. Der Chef eines Lohnunternehmens in Isens begründet das damit, dass jetzt ein Rad der großen Fahrzeuge auf der alten Fahrbahn und das andere Rad einer Achse auf dem Seitenstreifen läuft, und das jeweils mit voller Reifenfläche.

Ein Problem der alten und zu schmalen Wirtschaftswege ist, dass die breiten Reifen der Fahrzeuge auf den Rändern der Betonplatten laufen und darüber hinausragen. Dadurch kommt es zu Brüchen und Abbrüchen.

Beim Alandsweg kommt hinzu, dass dessen Fahrbahn aufgrund früherer Kabelverlegungsarbeiten direkt neben den Betonplatten seitlich abgesagt ist. Bei Glatteis rutschten Milchtankwagen und Futtermittelfahrzeuge von der Fahrbahn auf die Berme und saßen dort fest. Das kann in diesem Winter nicht mehr passieren.

Ob andere Landwirte ihrem Beispiel folgen werden, weiß Claus-Dieter Ammermann nicht. Er kann es sich aber insbesondere dort vorstellen, wo die Landwirte auch die Hauptnutznießer ihrer Investition sind.