Diekmannshausen - Die Natur startet voll durch. Überall hinter dem Deich in Diekmannshausen an und auf den Wasser-Pütten ist ein emsiges Treiben der Vogelwelt zu beobachten. Auf dem Klinker-Turm an der Ölstraße hat der Naturfreund Addo Diekmann ein Storchennest neu errichten lassen und wartet nun auf Bewohner.

Das „Vogelhotel“ aber ist nicht verwaist. Im oberen Stockwerk fühlen sich die Schleiereulen wohl. Draußen werden die Nistkästen vom Turmfalken bewohnt. „Mit der Zuordnung der Nistkästen ist das so eine Sache“, hat Addo Diekmann festgestellt. Am Pumpenhaus wurden die Meisenkästen aufgehängt, der Buntspecht hämmerte das Einflugloch größer. Der Star nahm die Behausung an und brütete in der Vorsaison dadrin. Am Teichgelände hat Udo Hilfers, von der Storchenstation Berne das Nest überholt: „Da hatte sich im Laufe der Jahre eine dicke, feste Dreckschicht angesammelt.“ Deshalb konnte Regenwasser nicht mehr abfließen, was eine Gefahr für Jungvögel gewesen sei. Auf der neuen Grundlage kann das Brutgeschäft nun beginnen.

Das hier beheimatete Paar ist recht aktiv und erfolgreich. Im Jahr 2017 freute man sich sogar übert den seltenen Bruterfolg mit fünf Jungstörchen. Das wurde im Vorjahr wiederholt. Das Männchen hat den Winter hier verbracht, das Weibchen ist seit Ende Februar wieder vor Ort. Die Vogelhochzeit stand schon an. Das Weibchen sitzt schon auf dem Nest, etwa 32 Tage dauert das Brutgeschäft. Als Nestlingsdauer werden 2 Monate gerechnet.

Auch die Graugänse sind zugegen und verteidigen ihre Reviere. Der Buntspecht hat am Fledermauskasten ein Loch eingeschlagen, und Säbelschnäbler und Reiherenten drehen ihre Runden. Eine Ansammlung von etlichen Schwänen ist auch zu beobachten. Auch bei ihnen halten die Paare Ausschau nach einem guten Platz für den Nestbau.