Berne - Jeden Dienstag sucht man die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse in ihrem Klassenzimmer vergebens. Sie sind unterwegs in Firmen und Unternehmen in Berne, um erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Den Praxistag an der Oberschule gibt es bereits seit drei Jahren. Er ist vom Land Niederachsen für Oberschulen vorgeschrieben.
„Das Projekt hat sich bewährt“, sagt Schulleiter Karl-Heinz Pauli-Erythropel. „Die Jugendlichen erleben den entscheidenden Unterschied zwischen Schule und Wirklichkeit.“ Alles was Lehrer sagten, stünde oft unter Generalverdacht. „Wenn die Schüler Ratschläge von einem Gesellen bekommen, ist es etwas ganz anderes“, so Pauli-Erythropel. Gut sei auch, dass die Jugendlichen regelmäßig in den Betrieben sind. „Sie beginnen eine Aufgabe und müssen sie in der nächsten Woche fortführen.“ Betreut werden die Achtklässler während des Praxistages von Lehrerin Ingrid Lübke und Sozialpädagogin Annika Sauermann.
Im Laufe des Schuljahres lernen die Berner Schüler im Rahmen des Projekts Praxistag für jeweils einen Zeitraum von neun Wochen drei unterschiedliche Berufe kennen. „Die erste Runde dieser Erkundung der Berufswelt kann jetzt starten, weil die jungen Leute Betriebe gesucht und gefunden haben. Es sind Betriebe in Berne und im Umkreis, die bereit sind, mitzumachen und sich für die Jugendlichen zu engagieren“, erzählt Ingrid Lübke.
Für die zweite Runde ab Januar und die dritte ab April 2013 werden sich die Schülerinnen und Schüler wieder um neue Praxistag-Stellen bemühen. „Es wäre großartig, wenn weitere Unternehmen in dieser Sache Partner der Jugendlichen und der Oberschule Berne werden könnten“, wirbt Lübke um weitere Teilnehmer.
