Oldenburg - Vor wenigen Wochen öffnete das Freibad im Olantis Huntebad mit stundenlanger Verspätung, weil ein Mitarbeiter nicht zum Dienst erschien. Am Freitag musste das Freibad aus dem selben Grund diesmal aber mitten im Betrieb geschlossen werden. Die verärgerten Badegäste wurden aufgefordert, das Bad zu verlassen. Einige protestierten wütend an der Kasse, schließlich hatten sie Eintritt gezahlt. Erstattet worden ist ihnen das Geld nicht. Und auch die Nutzung des Erlebnisbades wurde ihnen auf dem Wege der Kulanz nicht angeboten. Vielleicht hätte auch der Nicht-Schwimmerbereich im Freibad gesperrt und der Betrieb im Schwimmerbecken aufrecht erhalten werden können. Doch nichts dergleichen ist geschehen.
Im vergangenen Jahr die mit Haarbüscheln verunreinigten Beckenböden, in diesem Jahr unzuverlässige Öffnungszeiten – es ist kein gutes Licht, in dem das jährlich mit knapp zwei Millionen Euro vom Steuerzahler subventionierte Bad erscheint.
In einer anonymen Mail an die NWZ bezichtigt eine angebliche Mitarbeiterin des Olantis Huntebades den Bäderbetriebs-Chef Carl-Stephan Matti einer schlechten Planung. „Das Freibad im Olantis war nur geschlossen, weil Herr Matti momentan die Dienstpläne der Schwimmmeister macht und wahllos (...) Aushilfen in den Plan eingetragen hat, ohne sie zu fragen ob sie da überhaupt arbeiten können“, heißt es darin. Dass der Mitarbeiter unentschuldigt nicht erschienen ist, sei nicht richtig.
Bäderbetriebs-Chef Carl-Stephan Matti war am Montag weder auf seinem Dienstapparat noch auf seinem privaten Handy für eine Stellungnahme zu erreichen. Der 52-Jährige wird zum 1. November als Geschäftsführer des „Laguna-Parkes“ nach Weil am Rhein wechseln.
Stadtsprecher Andreas van Hooven lehnte eine Stellungnahme ab.
