Neerstedt - Es dreht sich was im Gewerbegebiet „Neerstedt-Süd“. Nach der Einweihung der Filiale des Landmaschinenherstellers Claas mit einem Tag der offenen Tür im September und zuvor der Bio-Edelpilze Oldenburger Land GbR (die NWZ  berichtete) sind jetzt die Bautätigkeiten zweier weiterer Unternehmen in vollem Gange.

Das Grundkonstrukt für den Hallen-Komplex des Betriebes Kenkel-Kunststofftechnik GmbH am Heidkämper Weg 13 in Neerstedt ist bereits zu sehen. Die Stahlbauarbeiten sind mittlerweile weit vorangeschritten. Der Bremer Betriebswirt Mario Kenkel ist Gründer und Geschäftsführer des seit Februar bestehenden Unternehmens. „Mit der Fertigstellung rechne ich im Frühjahr 2015. Wir hoffen im kommenden Februar in der Halle die Maschinen aufstellen zu können“, so Kenkel auf Nachfrage.

Wie auf der Internetseite von Kenkel Kunststoff GmbH nachzulesen ist, werden Bauteile aus Kunststoff und Kautschuk für Industrie, Handwerk und Handel als Einzel- und Serienteile hergestellt. Dabei kommt modernste, computergesteuerte Fertigungstechnik zum Einsatz. Kunststoffhandel mit Zuschnittservice, CNC-Frästeile, CNC-Drehteile und CNC-Schneidplotten sowie 3D-Druck und konventionelle Fertigung nebst Auslieferungsservice gehören zum Angebot des jungen Unternehmens. In dem Betrieb werden drei neue Arbeitsplätze entstehen.

Ein weiteres Bauvorhaben ist das Projekt des Dötlingers Hans-Hermann Schweers. Am Heidkämper Weg 10 entsteht auf einem 5000-Quadratmeter-Gewerbegrundstück eine Mehrzweckhalle mit angegliederten Büroräumen in einem turmähnlichen Rundbau und Lagerflächen.

Schweers ist Inhaber der Firmen „Schweers-Grundbau“ und „Robopfahl“. Ausgeführt werden Gründungsarbeiten für Bauten in Lagen mit schwierigen Untergrundbedingungen. Daneben gründete Hans-Hermann Schweers zusammen mit Jan Kratzmann 2011 die „Kratzmann & Schweers Veranstaltungstechnik GbR“. Ziel dieser Unternehmung ist die Planung und Ausführung von Veranstaltungen verschiedenster Art. Zum Angebot gehören die technische Ausstattung und komplette Betreuung von Veranstaltungen.


Der Hallenkomplex mit 450 Quadratmetern dient vornehmlich der Lagerung von Ausrüstung für die beiden Grundbaufirmen. „Wir haben aber auch die Möglichkeit, Präsentationen, Messen, Veranstaltungen und Konzerte in der Mehrzweckhalle bei Bedarf anzubieten“, so Schweers. Entsprechend durchdacht ist die Planung der Halle.

Zusammen mit Architekt Rudi W. Neumann-Leimgruber aus Oldenburg hat Schweers das Neubauprojekt in Angriff genommen. Neumann-Leimgruber rechnet mit der Fertigstellung Mitte Dezember dieses Jahres. „Es könnte vom Stand der Arbeiten aus gesehen mit dem Termin klappen. Aber es bleibt sehr eng.“

Zurzeit wird die Sohle gegossen, die Stahlbauer können kommen und das Turmbüro-Gebäude kann gemauert werden. Arbeitsplätze werden durch den Neubaukomplex zunächst keine neuen entstehen, ließ Inhaber Schweers durchblicken.