Jever/Varel - Varels Autohändler beklagen eine „einseitig geführte Diskussion“ um den Diesel: „Wir erleben eine unverändert starke Nachfrage nach Dieselmodellen und der Anteil an den Zulassungen liegt 2017 bundesweit unverändert bei über 40 Prozent“, teilte Rolf Peter Filmer vom Vareler Autohaus Am Tannenkamp, Sprecher der Gemeinschaft Vareler Autohändler, mit.
Er bezieht sich auf Aussagen der am Autotag in Jever beteiligten Autohändler. Die hatten berichtet, dass viele Kunden wegen der Diskussion um mögliche Fahrverbote und um drohende Wertverluste ihrer Diesel-Fahrzeuge verunsichert seien, sich vom Diesel abwenden und lieber einen Benziner kaufen. Einhellig hatten sie ausgesagt, dass die Nachfrage nach Diesel-Modellen schon größer gewesen sei als zurzeit.
Filmer beklagt, dass die Diskussion zurzeit sehr einseitig geführt werde. Denn selbst lediglich in Aussicht gestellte Fahrverbote würden ohnehin nicht für die heutigen Euro-6-Dieselfahrzeuge gelten. „Die sind überhaupt nicht betroffen“, macht der Händlersprecher deutlich.
Auch die Debatte um die Feinstaubbelastung in den Städten beanstanden die Vareler Händler als unsachlich und undifferenziert. „Bei der Feinstaubbelastung haben die Industrieprozesse den Löwenanteil (etwa 40 Prozent), gefolgt von der Landwirtschaft (etwa 22 Prozent), dann erst folgen Haushalte und Kleinverbraucher so wie der Straßenverkehr mit jeweils etwa 14 Prozent. Und von diesen 14 Prozent werden fast vier Fünftel durch Bremsen und Reifenabrieb verursacht und nicht durch Abgase“, sagt Filmer.
Diesel jüngerer Bauart seien mit Feinstaubfiltern ausgestattet und hätten kein Feinstaubproblem mehr.
