Rodenkirchen - Auf diesem Gleis ist Bahnfahren selbst in Europa noch ein Abenteuer. Deshalb hat die Transsibirische Eisenbahn nichts von ihrem Reiz verloren.
Auch Peter Fabel ist diesem Reiz erlegen. Der auf arktische Regionen spezialisierte Reisejournalist aus Henstedt bei Bad Segebeg hat die gesamte Strecke von Moskau bis Peking zurückgelegt. Darüber berichtet er in seiner Reportage am Dienstag, 8. Dezember, ab 20 Uhr in der Markthalle. Veranstalter ist die Vortragsgemeinschaft Rodenkirchen.
Die Strecke war insgesamt 10 257 Kilometer lang, denn Peter Fabel ist schon in Hamburg in den Zug gestiegen. Nach einem Besuch in Moskau und im orthodoxen Kloster Sergiev Posad geht es weiter nach Sibirien.
In der einst menschenleeren Taiga wuchsen Großstädte wie Jekaterinburg, Nowosibirsk und Irkutsk heran, während andere Regionen unberührt blieben. Wie hart der sibirische Alltag wirklich ist, erfährt Peter Fabel bei einem Besuch in einer Siedlung und in einem Kinderheim.
Einer der Höhepunkte der Reise ist die Perle Sibiriens, der Baikalsee. Im sibirischen Winter folgt der Fotograf einheimischen Fischern auf das Eis, im Sommer kommt er wieder und trifft Schamanen, Burjaten und buddhistische Mönche. Dann durchquert der Zug die scheinbar endlose Steppe bis zur mongolischen Hauptstadt Ulan Bator. Hier lebt Fabel in der Jurte einer Nomadenfamilie, hütet Schafe, melkt Yaks und sammelt Kuhfladen ein. Durch die Wüste Gobi geht‘s weiter zur chinesischen Mauer.
