Hamburg - Die maritime Wirtschaft in Deutschland muss die Digitalisierung vorantreiben, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Diesen Schluss zogen Redner wie Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag bei der 10. Maritimen Konferenz in Hamburg.

An dem Treffen unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beteiligten sich rund 750 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften und Wissenschaft. „Wir stehen vor einer neuen digitalen Weltordnung“, sagte der Verkehrsminister. Die Maritime Konferenz sehe sich in dem Zusammenhang als „politischer Unterstützer der Wirtschaft“.

Vertreter aus Politik, maritimer Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden verständigten sich in einer gemeinsamen Erklärung auf Eckpunkte für den digitalen Ausbau. Die Absichtserklärung hält fest, welche Maßnahmen zur Digitalisierung zügig angegangen werden sollen – etwa der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Häfen. Digitalisierung und Automatisierung dürfen laut Zypries aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Derweil haben am Dienstagmorgen Dutzende gegen die geplante Schiffssicherheitsverordnung für Traditionsschiffe demonstriert. Sie orientiere sich an der Berufsschifffahrt und sei für ehrenamtliche Besatzungen auf traditionellen Schiffen nicht umsetzbar, hieß es.

Nach Angaben des Bundes transportiert Deutschland rund 60 Prozent seiner Warenexporte und einen Großteil der Importe auf Schiffen.