Oldenburg - „Geben Sie hier Ihren Namen ein und den Wunschtext für die Gravur des Kugelschreibers“, sagt Alexander Georgiadis vom Mittelstand-4.0-Kompetenzzen­trum Hannover. Er schnappt sich den QR-Code mit den Daten für den Kugelschreiber, scannt ihn ein und erfasst so die Daten für die spätere Verarbeitung. Beim Offis-Institut in Oldenburg steht am Freitag alles im Zeichen der Digitalisierung und Industrie 4.0.

Experten berichten über Praxisbeispiele und Erfahrungen in regionalen Betrieben. Veranstalter des Praxisforums sind neben Offis die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer Oldenburg, die Wirtschaftsförderungen der Stadt Oldenburg und des Landkreises Ammerland sowie das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum.

Auf dem Offis-Gelände parkt der sogenannte Roadshow-Bus – eine mobile Fa­brik. Darin reiht sich Maschine an Maschine, sogar eine Fräse findet an der Eingangstür Platz. An einer Station lagern die Einzelteile, Lampen zeigen an, welche Bauteile benötigt werden. Greift man ins falsche Fach, leuchtet die Lampe rot. „Das erleichtert gerade bei der Montage komplexer Teile die Arbeit“, erklärt Georgiadis. Digitalisierung solle das Rad nicht neu erfinden, sondern Prozesse vereinfachen.

Nach wenigen Handgriffen sind alle Arbeiten erledigt: Montage, Fräsen und Qualitätskontrolle – Georgiadis hält den fertigen Kugelschreiber in den Händen – mit Gravur.

„Die Notwendigkeit, das Thema Digitalisierung anzugehen, ist im Nordwesten schon lange angekommen. Unternehmen haben das erkannt und handeln entsprechend, allerdings ist das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft“, sagt Offis-Vorstand Prof. Dr.-Ing. Axel Hahn. Das Forum sei ein Schritt zu mehr Verständnis.

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft